12 von 12 im Mai 2022

Dieses 💃💃💃 12 von 12 💃💃💃 ist mein 12. 💃💃💃 12 von 12 💃 💃 💃!

Guten Morgen 🥱
Innehalten auf dem Balkon

Auf meinem Arbeitsweg
Erinnert mich jeden Tag an die aktuellen #farbkreisreise
Damit ich sicher den Weg finde.
Es ist wirklich steil!!
Kann es mir jemand verdenken, dass ich während des Arbeitens gerne mal einen Blick aus dem Fenster werfe?
Favoriten für The Content Society auswählen und hochladen
Ich entdecke jeden Tag etwas Neues. Hier und …
… hier.
Neuerdings telefoniert mein Handy nicht nur eigenständig, nein, neu macht es auch eigene Fotos.
Abendlektüre

Noch mehr aktuelle 12 von 12 kannst du unter „Draußen nur Kännchen“ finden.

Grosses Herz, aber einsam

Als Giraffe habe ich immer die Übersicht. Die Querelen, die sich zu meinen Füssen abspielen, nehme ich selten wahr. Ich verfüge über einen uneingeschränkten, (wert)freien Blick über meinen Lebensraum und ich lasse mich nicht von Kleinigkeiten irritieren.

Diese (räumlich) distanzierte Wahrnehmung ermöglicht es mir, mit allen anderen respektvoll und wertschätzend zu kommunizieren. Ihre Probleme betreffen mich nicht, da ich mich in anderen Sphären bewege. Vielleicht gelte ich deshalb als gute Zuhörerin mit einem grossen Herzen. Ich brauche keine Community, bin unabhängig. Wenn mir danach ist, schliesse ich mich einer neuen Gruppe an, ohne Blick zurück.

Bin ich glücklich? Diese Frage ist müssig, denn als Giraffe bin ich geboren und als Giraffe werde ich sterben. Stelle ich mir manchmal ein anderes Leben vor? Tatsächlich, manchmal träume ich davon, ein Wolf zu sein.

Wölfe verfügen über ein ausgeprägtes Sozialverhalten und leben eng mit ihrer Familie zusammen. Damit das funktioniert, herrschen bei ihnen klare Strukturen und Regeln. Individualität ist kein Thema, es geht um die Gemeinschaft.

Natürlich gibt es öfters Probleme innerhalb ihres Rudels. Da wird Streit gesucht, man versucht sich Anerkennung und Respekt zu verschaffen, indem man sich drohend aufstellt und Kämpfe ausficht.

Andererseits ermöglicht dieses Miteinander auch Höhepunkte im Leben eines Wolfes. Wenn etwa in einer Vollmondnacht die mondsüchtigen Wölfe gemeinsam heulen, dann läuft nicht nur mir ein kalter Schauer über den Rücken. So viel Energie, so viel Gemeinschaft – das sind die Momente, in denen ich neidisch werde und mir wünschte, das auch erleben zu dürfen.

Wenn ich könnte, würde ich mein geruhsames, unspektakuläres Giraffen-Leben ohne Feinde gerne gegen ein abenteuerliches Leben mit familiärem Knatsch und gemeinsamer Futtersuche eines Wolfes eintauschen.


Die Gewaltfreie Kommunikation stand Pate dieser ABC-Etüde. Wie ihr vielleicht merkt, bin ich zwischendurch gerne Wölfin 🙂 .

Myriade stellte die aktuellen Wörter Giraffe, mondsüchtig, suchen zur Verfügung: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.

Rückblick April 2022 – Achterbahnfahrt der Gefühle

Der April macht, was er will. Wettermässig traf diese Redewendung 2022 voll ins Schwarze. Aber auch gefühlsmässig habe ich ab dem 1. April eine rechte Achterbahnfahrt hinter mich gebracht, die tatsächlich erst am 30. April endete.

Meine neue Stellenpartnerin

Online-Sitzung am 1. April morgens. Thema: Planung Schuljahr 2022/23. Die Schulleitung stellte zu Beginn klar, dass es sich nicht um einen Aprilscherz handle. Am Ende hatte ich einen ganz blauen Oberschenkel, weil ich mich dauernd zwickte, um sicher zu sein, dass ich nicht träumte.

Lydia wird meine neue Stellenpartnerin. Wenn das die Belohnung für die Durststrecken der letzten drei Jahre ist, dann lohnte sich jede noch so schwierige Situation. Ich werde wieder gemeinsam mit einer coolen, engagierten, humorvollen und beziehungfähigen Lehrperson zwei Klassen führen. Also auf dem Papier zwei, aber de facto eine Klasse mit zwei gleichberechtigten Lehrpersonen.

Als ich an diese Schule wechselte, führten Lydia und ich bereits zusammen eine Klasse. Damals lernten wir uns kennen und schätzen. Dann trennten sich unsere Wege. Zumindest räumlich. Ich blieb im Schulhaus, während sie als Naturpädagogin den Waldunterricht einführte und so unseren Jugendlichen dieses Naherholungsgebiet wieder näher brachte. Der Waldunterricht wurde zum Markenzeichen unserer Schule – das gab (gibt) es noch nirgends.

Nicht nur während der Projektwochen spannten wir zusammen. Wir entwickelten und verwirklichten unterschiedliche Ideen und Projekte. Nicht nur zu Gunsten unserer Schüler:innen, sondern beispielsweise auch beim Abschied unserer Schulverwalterin Isabelle.

Nun 10 Jahre später machen wir uns mit vielen Erfahrungen, Erkenntnissen wieder gemeinsam auf den Weg. Ich bin überglücklich, dass wir zusammen ein neues Kapitel aufschlagen, und freue mich auf den nächsten Klassenzug.

Intensivweiterbildung (IWB)

Vor gut zwei Jahren habe ich mich für die Intensivweiterbildung angemeldet. Es ist sozusagen ein Sabbatical, ursprünglich als Burnout-Prophylaxe für Lehrpersonen der Volksschule angedacht. Wir wären allerdings nicht in der Schweiz, wenn diese 13 Wochen tatsächlich als reiner Urlaub genutzt werden dürften. Bildungsurlaub – so heisst das Zauberwort.

Das Kernstück meiner IWB bildet ein 7-wöchiges Praktikum in einer (schul)fremden Arbeitswelt in der Schweiz oder im Ausland. Es steht mir frei, wo ich in dieser Zeit arbeite und womit ich mich beschäftige. Ich soll mich von meinem beruflichen Alltag zurückziehen und so neue Impulse für meine nächste, gelingende (steht tatsächlich so in den Unterlagen) Berufs- und Lebensphase geben.

Praktikum bei Sympatexter

Ich absolviere mein Betriebspraktikum bei Judith und Laszlo, in der Sympatexter-Zentrale in Haigerloch, Deutschland. In diesem Online-Unternehmen dreht sich alles um das Thema Bloggen. Judith bietet Kurse an, die Freude an Content und am regelmässigen Schreiben fördern.

Warum verbringst du 7 Wochen auf dem Land? Wolltest du nicht lieber in einer Stadt leben und aktiv am kulturellen Leben teilnehmen? Warum gehst du ausgerechnet nach Deutschland? Dich zieht es doch eindeutig in den Süden, an die Wärme. Warum eine Arbeit im Online-Business? Da hast du doch null soziale Kontakte. Was soll dir das bringen? Diese und ähnliche Fragen wurden mit in den letzten Wochen häufig gestellt.

Warum ich genau hier gelandet bin, ist eine längere Geschichte, die ich kurz machen werde. Vor einem Jahr habe ich den Gratiskurs BoomBoomBlog bei Judith gebucht, der dieses Jahr Ende Mai wieder angeboten wird. Ich hatte noch nie zuvor gebloggt… Und nun bin ich Teil des Sympatexter-Teams und werde diese Online-Challenge tatkräftig unterstützen.

Judiths Ausstrahlung, ihre Energie und Motivation haben bei mir viel ausgelöst und in Gang gesetzt. Auch wenn ich anfangs daran zweifelte, ich hatte etwas zu sagen, bzw. zu schreiben. Und meine Texte wurden gelesen! Deshalb blieb ich in Blogprogramm The Content Society und tauchte tiefer in diese faszinierende Welt ein.

Das Bloggen half mir im letzten Jahr, wieder an meine Ressourcen anzuknüpfen, Zugang zu meiner neuen Energie zu finden und liess mich meine Begeisterung für meine Arbeit spüren. Ich lernte durch das regelmässige Schreiben nicht nur mich selbst besser kennen, sondern erhielt einen Einblick in Themen, mit denen ich mich vorher noch nie beschäftigt hatte.

Kurz und gut – Bloggen und somit Judith sind zu einem Teil meines Lebens geworden. Und da ich neugierig und wissbegierig bin, beschloss ich mein Praktikum bei Sympatexter zu machen. Vor Ort. Alleine.

Ist es Zufall oder Schicksal? Am 30. April 2021 veröffentlichte ich meinen ersten Blog-Artikel und am 30. April 2022, also auf den Tag genau ein Jahr später, klingelte ich an Judiths Haustür. Ich habe keine genaue Vorstellung, was auf mich zukommen, was von mir erwartet wird. Kann ich sie tatsächlich in irgendeiner Weise sinnvoll unterstützen?

Viele Fragen sind noch offen, auf die es momentan noch keine klaren Antworten gibt. Aber – ich weiss, dass es die richtige Entscheidung für mich ist. Mich in ein Arbeitsfeld zu begeben, in dem ich keine Expertin bin, von dem ich so gut wie nichts weiss. Dadurch werde ich durch viele neue Erfahrungen und Eindrücke beschenkt.

Und so kam es, dass ich mich am letzten Tag des Aprils erneut auf eine Reise in unbekannte Gefilde machte. Dieses Mal sogar ganz praktisch. Klingt spannend und ein wenig abenteuerlustig, nicht wahr?

Ich bezog eine kleine, hübsche Wohnung, die für knapp zwei Monate mein Zuhause sein wird. Ein Zuhause, nur für mich. Das letzte Mal wohnte ich vor 5 Jahren alleine, als ich einen Monat in der französischen Schweiz unterrichtete. Sonst immer mit Familie oder in einer WG. Auch das ist eine Erfahrung, die ich geniessen werde.

Damit ich mich nicht alleine fühle, hat mich meine Tochter mit Erinnerungsfotos versorgt 🙂

Klassenlager in Signau

17 Jugendliche, vier Begleiter:innen und ein Schulhund verbrachten anfangs April eine Woche nicht im Klassenzimmer, sondern im Klassenlager im Emmental. Und alle kehrten gesund und wohlbehalten wieder zurück 🙂 .

Ich könnte jetzt darüber berichten, wie ich das Lager wahrnahm, also aus der Sicht einer Lehrperson. Geschichten erzählen, wie plötzlich Lichter ins Jungenzimmer schienen und sie erschreckten oder warum die Mädchen eines Morgens bereits um 5 Uhr einen Spaziergang machten…

Spannender scheint mir jedoch, wie die Schüler:innen diese Woche erlebt haben. Sie berichten darüber auf dem Schreibenblog, wo sich auch ihre Artikel nachlesen lassen.

Was im April sonst noch geschah

  • Vom 1. – 17. April nahm ich am Flowstern-Workshop von Nicole Borho und Sabine Scholze teil. Täglich erhielt ich kleine, einfach umsetzbare, bereichernde Inputs und Anregungen, die unter dem Thema Selfcare standen. Dass ich in der Verlosung ein Wunschkissen gewann, war das Sahnehäubchen dieses tollen Workshops.
  • Da ich mich über die netten Mails vom Blogbot freue, habe ich diesen Monat ausser dem 12 von 12 im April nichts gepostet.
  • Bevor ich abreiste, nahmen wir uns einen weiteren Escape-Room vor. Diese neue Familien-Tradition macht uns unheimlich Spass und zeigt uns immer aufs Neue, dass die Fähigkeiten, die Intuition und die Lust aufs Pröbeln aller Familienmitglieder gefragt sind, um Aufgaben erfolgreich zu lösen.
    Wir verfügen jetzt übrigens über das Elixier für ewiges Leben 🙂 .

Und was bringt der Mai?

Im Rahmen meines Betriebspraktikums habe ich mir folgende Ziele vorgenommen:

  • meinen allerersten Newsletter schreiben
  • wöchentliche Newsletter aus der IWB
  • tägliche Instagram-Story
  • Instagram-Reels
  • mindestens drei Blogartikel pro Woche schreiben
  • Nicole Borho besuchen und meinen Wunschkissen abholen

Puh, wenn ich die Liste betrachte, dann weiss ich gar nicht, ob es für die folgenden Punkte noch Platz hat.

  • viel Musik hören
  • Bücher lesen
  • von Hand schreiben
  • nichts tun 🙂

12 von 12 im April – go flow

Ui … kein einfacher Tag, heisst es doch, Abschied für die nächsten neun Wochen von meinem Arbeitsplatz zu nehmen. Erst zwei Wochen Ferien und dann mein 7-wöchiges Betriebspraktikum bei Judith Sympatexter in Haigerloch. Es ist härter als erwartet, Freunde und Schüler:innen zurücklassen, und die Wehmut verstärkte sich dann doch noch beim endgültigen Verschliessen der Türe.

So still und friedlich wirkt unser Schulgelände normalerweise nicht 🙂 .
Allerdings kann man sicherlich verstehen, warum ich gerne an einem so schönen Ort arbeite.
Vor genau 12 Minuten hat die erste Lektion begonnen. Meine Klasse ist am Bloggen und verarbeitet ihre Klassenlagereindrücke.
Liebe Sibylle, lieber Martin. Herzlichen Dank, dass ihr euch in meiner Abwesenheit um meine Schäfchen kümmert.
(Und ihr braucht die Schoggi nicht zu suchen, es handelt sich um ein Symbolbild 😋 )
Buon lunedÌ pomeriggio con il corso 🇮🇹
Bin gespannt, zu welchen Geschichten ihr euch inspirieren lasst 💬
Kreativität und Musse nehme ich selbstverständlich auch mit auf meine Auszeit.
Farbenfroher Abschiedsgruss
Ich habe verstanden – bin gespannt, wohin mich der Flow bringen wird 🧚

Weitere beinahe 200 „12 von 12 im April“ finden sich bei Draußen nur Kännchen.

Oh Birke – ABC-Etüde

Oh Birke – du symbolisierst das Leben und den Frühling. Wenn wir dich für den Maibaum wählen, dich schmücken und blumig dekorieren, dann wirst du von dem Licht des Himmels durchströmt und erscheinst als Lichtbaum.

Da erwacht auch wieder unser Glaube an die Liebe und das Glück. Mögest du uns als Sinnbild des Frühlingserwachens erscheinen. Als ein Zeichen, dass Hoffnung für uns und unsere Welt besteht. Einer Welt, die entgiftet und gereinigt an die Wiedergeburt und die Erneuerung glaubt.

Oh Birke – du symbolisierst Reinheit und Fruchtbarkeit, die zur Erneuerung und der Freude beiträgt.

Das erste Mal, dass ich bei Christianes ABC-Etüden mitmache. Die Wortspende für die Textwochen 12/13 des Jahres 2022 stammt von Maren mit ihrem Blog Ich lache mich gesund. Sie lautet: Birke, blumig, entgiften.

Christiane liefert die Begriffe und die Aufgabe: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.

Stundenplan 3. Sek – Wahlfächer

In der 3. Sek, dem letzten Schuljahr der öffentlichen Schule, können unsere Schüler:innen aus einer reichen Palette von Wahlfächern wählen und so ihren ganz persönlichen Stundenplan zusammenstellen.

Die Lektionenzahl der Schüler:innen beträgt 32 bis 36 Lektionen. Die A-Schüler:innen können über 7-11 Lektionen, die B-Schüler:innen über 9-12 Lektionen frei bestimmen. Das Wahlfachangebot an unserer Schule ist sehr vielfältig.

Es ist uns Lehrpersonen ein Anliegen, dass unsere Schüler:innen bis ans Ende des Schuljahres motiviert zur Schule und in den Unterricht kommen. Keine leichte Aufgabe. Haben doch schon viele Schüler:innen bereits im November ihre Lehrverträge unterzeichnet, was zur Folge hat, dass sie sich innerlich von der Schulzeit verabschieden und es kaum erwarten können, endlich ins richtige Leben entlassen zu werden.

Jahr für Jahr engagieren wir uns dafür, ein vielfältiges, abwechslungsreiches und buntes Programm zu offerieren. Unsere Schule zeichnet sich unter anderem durch die Diversität der Lehrpersonen aus. Ihre unterschiedlichen Fähigkeiten, Interessen und Kompetenzen führen dazu, dass sich das Angebot an Wahlfächern immer wieder verändert und breit gefächert aufgestellt ist.

So wird etwa das Wahlfach Auftrittskompetenz angeboten, seit eine ausgebildete Schauspielerin und Regisseurin an unserer Schule tätig ist. Das Wahlfach Schreiben, dass ich bisher anbot, entwickelte sich in diesem Schuljahr zum Wahlfach Bloggen, da ich zu bloggen begann und die positiven Effekte auch unseren Schüler:innen zugänglich machen will.

Unser Jahrgangsteam legt grossen Wert darauf, dass die Jugendlichen nicht nur kognitive Fächer wählen, sondern dieses letzte Schuljahr auch dazu nutzen, ihren Neigungen und Interessen abseits des gewählten Berufes nachzugehen. Wir sind überzeugt, dass kreative, musische und sportliche Fächer wichtig für die Entwicklung von Jugendlichen sind und im späteren Leben, d.h. in der Berufsschule oder im Gymnasium eher durch kognitive Fächer verdrängt werden.

Aktuelles Wahlfach-Angebot

Sprachen

  • Französisch B/C
  • Englisch B/C
  • Deutsch Literatur und Theater
  • Wahlfach Schreiben (Bloggen)
  • Conversation Français
  • English Cultural studies
  • Italiano
  • English Cambridge exams

Gestalten

  • Bildnerisches Gestalten
  • 3D Gestalten
  • Schmuckkurs
  • Fotografieren
  • Textiles Gestalten
  • Technisches Gestalten

Bewegung und Sport

  • Fussball gemischt
  • Fussball Mädchen
  • Basketball
  • (Beach-)Volleyball
  • Unihockey
  • Handball
  • Spielmix
  • Badminton
  • Klettern indoor
  • Fit mit Yogaelementen
  • Fitnesstraining

Mathematik / Geometrie

  • Geometrie A
  • Geometrie B/C
  • Geometrisches Zeichnen

Natur, Mensch, Gesellschaft

  • Staatskunde
  • In 40 Lektionen um die Welt
  • Elektronik
  • Chemie
  • Ethik, Kulturen und Religionen
  • Wirtschaft, Arbeit, Haushalt
  • Mittags-Hit (kochen & essen)

Musik

  • Band & Chor
  • Computer und Musik – Musik selbst programmieren
  • Trommeln

Medien und Informatik

  • Office Grundlagen
  • Office ECDL
  • Robotik/Programmieren

Berufliche Orientierung

  • Auftrittskompetenz
  • Berufswahlcoaching

In den folgenden Beiträgen werde ich einen Einblick in diejenigen Wahlfächer geben, die ich dieses Jahr unterrichte.

  • Bloggen
  • Berufswahlcoaching
  • Conversation Français
  • Ethik, Kulturen und Religionen
  • Französisch B/C
  • Italiano
  • Staatskunde

Meine persönliche Meinung zu den Stundenplänen der 3. Sek

Durch die Wahlfächer schaffen wir die Voraussetzung, dass alle Schüler:innen ihren eigenen Stundenplan gestalten können, der ihren Interessen und Neigungen entspricht. Die Lektionen finden nicht mehr im Klassenverband statt, sondern mit Gleichgesinnten. Gleichzeitig sind wir als Lehrpersonen motiviert, da wir unsere Herzensthemen vermitteln können.

Ich bin stolz darauf, an einer Schule zu arbeiten,

  • die gezielt und bewusst nicht nur auf kognitive Fächer setzt.
  • die musische, kreative und sportliche Angebote anbietet und fördert.
  • an welcher tatsächlich auf die Bedürfnisse und Interessen eingegangen wird.
  • in der Lehrpersonen ihre Interessen und Fähigkeiten einbringen.
  • die bereit ist, ihre Angebote jährlich zu überdenken und zu überarbeiten.

Diese Voraussetzung ermöglichen es, dass eine Qualität des Unterrichts entsteht, der sich unter meinem Claim Teamwork makes the dream work zusammenfassen lässt.

Schokoladen-Kuchen mit dem gewissen Etwas

In diesem Beitrag verrate ich dir mein Rezept für einen Schokoladen-Kuchen mit dem gewissen Extra. Rezepte für Schokoladen-Kuchen kann man nie genug haben. Und wenn er dann innen noch so richtig feucht ist, dann ist das der Himmel auf Erden. Und somit passt dieser Kuchen bestens zu Ostern und der Zeit nach dem Fasten.

Kochen und Backen entspannt mich. Wenn ich mich gestresst fühle oder einfach wieder zu mir kommen will, dann koche ich. Inspirieren lasse ich mich von alten Rezepten, neuen Ideen, auf die ich in Kochbüchern stosse und seltener von Ideen aus dem Netz.

Das Rezept, das ich hier vorstelle, stammt aus meinem Rezeptordner. Alle Rezepte, die ich ausprobierte und für gut befand, sammle ich in einem Ordner. Einem richtigen, keinen digitalen. Das Durchblättern, das Lesen meiner Anmerkungen und Anpassungen beruhigen mich und bringen mich in eine gelöste, entspannte Stimmung.

Schokoladenkuchen mit dem gewissen Etwas

Vor- und Zubereitung

Rechne für die gesamte Vor- und Zubereitung ca. 1 Stunde ein. Davon sind 35 Minuten reine Backzeit.

Materialien

Verwende eine Springform von ca. 20 cm und belege den Boden mit Backtrennpapier. Fette den Rand der Form ein und bestreue ihn mit Zucker.

Heize den Ofen auf 170 Grad vor. Der Kuchen wird in der Mitte des Ofens gebacken.

Zutaten & Verarbeitung

85g Haselnüsse, ganz

schnellere Variante: bereits gemahlene Haselnüsse oder Mandeln verwenden

85g dunkle Schokolade, fein gehackt
85g Butter, in Stücken

1 EL Brandy


85g grobkörniger Rohzucker
3 Eigelbe



2 kleine Birnen


3 Eiweisse
1 Prise Salz



200g Crème fraîche

Röste die Nüsse in einer Pfanne, bis sich die Häutchen zu lösen beginnen. Das Schälen geht einfacher, wenn du die Nüsse zwischen feuchtem Haushaltspapier hin und her bewegst. Nachdem sie abgekühlt sind, mahle sie im Cutter fein.

Gib die Schokolade und die Butter in eine dünnwandige Schüssel, die über das leicht siedende Wasserbad hängt. Die Schüssel darf das Wasser nicht berühren.

Nachdem die Schokolade geschmolzen und glatt gerührt ist, misch den Brandy darunter.

Rühre den Zucker und die Eigelbe mit den Schwingbesen des Handrührgeräts solange, die Masse schaumig ist (ca. 5 Minuten).
Mische anschliessend die Schokolade und die Nüsse darunter.

Schäle die Birnen, schneide sie in Viertel und entferne das Kerngehäuse.

Schlage die Eiweisse mit dem Salz knapp steif. Ziehe sie anschliessend mit dem Gummischaber sorgfältig unter die Masse. Fülle den Teil in die vorbereitete Form. Verteile die Birnen darauf.

Die brauchst du erst, wenn du den Kuchen servierst.

Backen

Backe den Kuchen ca. 35 Minuten bei 170 Grad in der Mitte des Ofens.

Nimm ihn heraus und lass ihn erst in der Form auf einem Gitter auskühlen. Wenn du ihn zu früh aus der Form nimmst, fällt er auseinander.

Das gewisse Etwas

Und jetzt kommt, was diesen Schokoladen-Kuchen von anderen unterscheidet 🙂 Gib vor dem Servieren einen Klecks Crème fraîche auf oder neben das Kuchenstück.

Die Kombination wird dich in den siebten Himmel katapultieren 😋 😋 😋. Versprochen!

12 von 12 – März 2022

Beinahe wäre mein 12 von 12 im März in der Hektik des Alltags untergegangen. Aber glücklicherweise nur beinahe 🙂 .

Meine heute gemachten 12 Bilder passen im Nachhinein hervorragend zu meinen unterschiedlichen Stimmungen des Tages.

Der Start in den Samstag hätte gelungener sein können. Ich hatte Kopfschmerzen und fühlte mich geschwächt.
Kein Wunder, meine Familie hatte die letzte Woche mit einer starken Grippe zu Hause verbracht, während ich fand, dass ich sicher nicht krank würde.
War ein rechter Kraftakt.
Bereits um 9 Uhr begann der Newsletter-Workshop. Eine unmenschliche Zeit für mich.
Aber gelohnt hat es sich.
Entweder bin ich inzwischen wirklich ein wenig begabter, was technische Dinge angeht,
oder Stefanie ist einfach eine begnadete Workshopleiterin.
Trotzdem fühlte ich mich wie in der Wartezone. Was war denn nur los?
Warum sah ich plötzlich so viele Schranken und Beschränkungen?
Lag es vielleicht daran, dass ich immer wieder den Anspruch an mich habe, das Rad neu zu erfinden?
Sonne, ich brauchte Sonne.
Schneeglöckchen – klein, aber so stark und mutig.
Auch Primeln traf ich an …
Und dann!! Meine Power-Lieblingsfarbe. Der Tag entwickelte sich positiv.
Und plötzlich waren Höhenflüge wieder möglich. Der HImmel war blau und blieb blau 🙂
Verbot? Nein, der Tag verlangte nach einem guten Glas Rotwein.
Was löst der aktuelle Krieg bei Jugendlichen aus?
Anstelle darüber zu sprechen und zu diskutieren, hörten meine Schüler:innen in sich hinein
und erstellten letzte Woche eine Collage.
Die Bilder sprechen eine eindrückliche Sprache.
An diesem Abend überlegte ich mir, wie ich damit weiterarbeiten werde.

Ich nehme mir die Zeit, die mir zusteht

Gastartikel: Anonym* (Wahlfach Schreiben)

Ich musste gar nicht lange überlegen, was mein Motto sein könnte, da mir Zeit für mich selbst sehr wichtig ist. Das Motto „Ich nehme mir die Zeit, die mir zusteht“ habe ich gewählt, damit ich ruhiger werde. Ich mache mir selber immer Stress mit Hausaufgaben, Tests, etc. In Zukunft möchte ich meine Zeit besser einteilen und nicht alles in der letzten Sekunde erledigen.

Ich nehme mir Zeit für mich

Denn ich habe gemerkt, dass mir regelmässige Momente, in denen ich Zeit für mich habe, in denen ich alleine bin, sehr guttun. Diese Zeit brauche ich, um meine Gedanken zu ordnen. Wenn ich wirklich dran bleibe und dieses Motto umsetze, werde ich hoffentlich bald eine Verbesserung meiner depressiven Stimmung sehen.

Ich bemerke immer wieder, dass ich fast keine Zeit habe für mich selbst und für die Menschen, die mir wichtig sind. Meist komme von der Schule nach Hause, mache meine Hausaufgaben und lege mich anschliessend erschöpft in mein Bett. Wenn ich dann so müde und alleine bin, kommen meine Depressionen immer wieder zurück und ich kann nichts dagegen tun. Das alles ist wie eine Kettenreaktion.

Ich will mich einfach mehr auf mich selber konzentrieren können und durch bewusste kleine Pausen für mich alleine versuchen oder lernen, im Alltag in der Schule weniger müde zu werden. Sodass ich meine Situation verbessern kann und eine Chance habe, gesund zu werden. Ich möchte an mir selber arbeiten, meine Leistungen zu steigern und meine Aufgaben korrekt ausführen.

Ich habe das Recht, mir Zeit zu nehmen

Seit bei mir vor 4 Jahren Depressionen diagnostiziert wurden, habe ich mir immer wieder vorgenommen, durch solche Mottos meine Situation zu verbessern. Manchmal ist es aber einfach sehr schwierig, ein solches Motto umzusetzen, vor allem, wenn es mir so schlecht geht. Das Schlimmste für mich ist aber nach wie vor, wenn es mir schlecht geht, dies niemand auffällt.

Mir Zeit für mich selber zu nehmen, ist nicht egoistisch. Jeder verdient die Zeit, die er braucht, um sich zurückziehen zu dürfen und sich auf sich selber konzentrieren zu können. Es ist gut zu realisieren, dass es okay ist, alleine zu sein. Aber man muss seine sozialen Kontakte trotzdem pflegen.

*Dieser Text wurde im Rahmen des Wahlfach Schreiben verfasst. Da er sehr persönlich ist, wird er in einem neutraleren Rahmen auf diesem Blog veröffentlicht.

Die Wahrheit ist ein Opfer des Krieges

Die Wahrheit ist ein Opfer des Krieges. Die Ignoranz und Ungenauigkeiten in den Statements einer doch grösseren Anzahl Politiker:innen und Journalist:innen lassen zumindest darauf schliessen. Mir stossen verschiedene Aussagen, die in den Medien verbreitet wurden, auf.

Und ich frage mich, wie ich in der Schule guten Aktualitätsunterricht machen soll, wenn ich erst mal zu all den falschen Informationen Stellung beziehen muss und will. Stellung gegenüber meinen Gefühlen, Stellung gegenüber meinen jugendlichen Schüler:innen, die noch fast alles glauben, was ihnen über die elektronischen Medien vermittelt wird. Die meist noch unreflektiert Meinungen und Haltungen wiedergeben, die sie zu Hause aufschnappen und mitbekommen.

Krieg ist Krieg

Wenn ich aktuell Berichterstattung höre, sehe, lese, dann bin ich immer wieder schockiert über das fehlende Geschichtsbewusstsein und Empathie von Politiker:innen und Journalist:innen. Immer und immer wieder wird die Aussage wiederholt, dass wir uns in einer völlig neuen Situation in Europa befänden. In einer Kriegssituation, die es nach 1945 nie mehr gegeben habe.

Haben diese Personen die Kriege in Tschetschenien, Berg Karabach, Zypern vergessen? Fanden die nicht auf europäischen Gebiet statt? Und wie ist es mit dem Balkankrieg? Ist dieser Krieg nicht mehr in unserem Bewusstsein? Er kostete über 200 000 Menschen das Leben (Zivilisten sind in dieser Zahl nicht enthalten) und 2,5 Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen.

Ich erinnere mich noch gut an Schüler:innen, die aus diesem Kriegsgebiet kamen. Wie sie in Wochenbüchern oder im persönlichen Gespräch plötzlich über ihre Erlebnisse erzählten. Wie eine 9-jährigen ihren Bruder, der noch ein Säugling war, zwei Tage lang trug. Durch die Wälder Richtung Grenze. Immer darauf bedacht, dass er keinen Ton von sich gab. Wie mir eine 15-Jährige erzählte, wie sie damals von ihrer Grossmutter in einem Erdloch versteckt wurde, damit sie nicht vergewaltigt wird. Wie sie dieses Versteck aber nicht davor beschützte, die Schreie zu hören.

Diese Jugendlichen und ihre Eltern haben massive Traumata erlitten. Wir wissen heute, dass diese sich nicht nur auf das ganze Leben der Betroffenen auswirken. Traumata prägen das Familienleben noch über Generationen, sie können aber auch zu genetischen Veränderungen führen.

Und jetzt erfahren die Menschen z. B. aus dem Balkan, dass sie keine Opfer eines Krieges sind. Denn es gab keine Kriege in Europa nach 1945. Wie zynisch ist das denn? Ich weiss, dass solche Aussagen die Betroffenen triggern. Dass da alte Verletzungen hochkommen, dass sich die Opfer erneut Gefühlen und Erinnerungen stellen müssen. Und dass dadurch alle Familienmitglieder sowie die Atmosphäre in der Familie in Mitleidenschaft gezogen werden.

Reicht nicht die Aussage, dass es Krieg ist? Dass erneut ein Krieg ausbrach? Ist Krieg an sich nicht schon schlimm genug? Muss noch bewertet werden, dass es der erste, der kürzeste, der wasweissichste Krieg war? Geht es nicht in erster Linie, um die Menschen, die unter diesem Krieg leiden? Egal, wo und wann er stattfindet.

Na ja, einige Tage später passte man die Aussage dann an. Inzwischen präzisiert man, dass es sich um die am schnellsten anwachsende Flüchtlingskrise in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg handle.

Flüchtling ist Flüchtling

Diese Flüchtlingskrise führt dazu, dass ganz Europa bereit ist, Flüchtlinge aufzunehmen. Das erstaunt, schliesslich wurde in den letzten Jahren mit Vehemenz darauf hingewiesen, dass sich die Länder dies nicht leisten könnten, dass die Aufnahme von Flüchtlingen zu einer Überfremdung, mehr Kriminalität, weniger Arbeitsplätzen und natürlich zum Verlust der jeweiligen Kultur führen würden.

Der Meinungsumschwung, so positiv er zu werten ist, hat einen schalen Nebengeschmack. Verschiedentlich wurde in politischen Diskussionen und den Medien darauf hingewiesen, dass die ukrainischen Flüchtlinge der europäischen Kultur näher stünden und im Gegensatz zu anderen Flüchtlingen auch gebildet seien.

Da habe ich echt die neusten Regelungen für Flüchtlinge verpasst. Also aufgepasst. Wenn du nicht aus einem christlichen Land stammst, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit massiv, dass du in einem europäischen Land Asyl bekommst. Da hilft dir auch nicht, wenn du etwa eine syrische Christin bist. Denn – dein Land ist nicht christlich, ergo passt du auch nicht zur europäischen Kultur.

Und ja, der Balkan … aber eben, die Kultur. Wenn du Muslim:a bist, dann passt du nicht zur restlichen europäischen Kultur. Die europäische Kultur ist christlich, Punkt. Nicht alle, aber über 60 % der Bevölkerung, allerdings spielt es keine Rolle, ob sie praktizierend sind oder nicht. Und christliche Gebote wie insbesondere die Nächstenliebe gelten nur für Christen. Wo kämen wir denn hin, wenn das für alle Menschen gelten würde?!

Das Bildungsniveau, das ist natürlich ein wichtiger Punkt. Spätestens seit der Kolonialzeit ist doch bekannt, dass in Europa die Wiege der Kultur und damit verbunden der Bildung liegt. Und somit versteht sich von selbst, dass nicht europäische Flüchtlinge einfach dumm, netter formuliert ungebildet, sein müssen.

Die folgenden Beispiele widerlegen diese Annahme. Da ist der Kurde, der neben meiner Schule einen Dönerstand führte. Früher, vor seiner Flucht, war er als Philosphieprofessor tätig. Oder der aus Afghanistan stammende Schüler, der ohne Begleitung von Erwachsenen in die Schweiz floh, hier Deutsch lernte und heute Psychologie studiert.

Fast vergessen

Wenn ich Beiträge in den sozialen Medien lese, dann spüre ich die Betroffenheit der User:innen. Allerdings gibt es auch da Kommentare und Nachrichten, die mich irritieren. Natürlich ist es entsetzlich, wenn der Beginn des Faschings und des Krieges zusammenfällt. Vielleicht würde ja ein offener Brief an die Staatsoberhäupter was nützen, in dem alle relevanten Daten notiert sind, an denen kein Krieg begonnen werden sollte. Das würde die Gefühle der Menschen, die nicht in einem Kriegsland leben, massiv entlasten. Schliesslich haben Mitgefühl und Solidarität auch irgendwann Grenzen.

Was ich mir wünsche

Ich wünsche mir für diese Welt und unsere Zukunft, dass wir beginnen, Menschen als Menschen wahrzunehmen und zu sehen. Ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Ohne sie in Schubladen zu verfrachten, ohne sie mit Vorurteilen und Clichées zu befrachten.