Ich nehme mir die Zeit, die mir zusteht

Mädchen, das alleine auf einem Ufersteg sitzt

Gastartikel: Anonym* (Wahlfach Schreiben)

Ich musste gar nicht lange überlegen, was mein Motto sein könnte, da mir Zeit für mich selbst sehr wichtig ist. Das Motto „Ich nehme mir die Zeit, die mir zusteht“ habe ich gewählt, damit ich ruhiger werde. Ich mache mir selber immer Stress mit Hausaufgaben, Tests, etc. In Zukunft möchte ich meine Zeit besser einteilen und nicht alles in der letzten Sekunde erledigen.

Ich nehme mir Zeit für mich

Denn ich habe gemerkt, dass mir regelmässige Momente, in denen ich Zeit für mich habe, in denen ich alleine bin, sehr guttun. Diese Zeit brauche ich, um meine Gedanken zu ordnen. Wenn ich wirklich dran bleibe und dieses Motto umsetze, werde ich hoffentlich bald eine Verbesserung meiner depressiven Stimmung sehen.

Ich bemerke immer wieder, dass ich fast keine Zeit habe für mich selbst und für die Menschen, die mir wichtig sind. Meist komme von der Schule nach Hause, mache meine Hausaufgaben und lege mich anschliessend erschöpft in mein Bett. Wenn ich dann so müde und alleine bin, kommen meine Depressionen immer wieder zurück und ich kann nichts dagegen tun. Das alles ist wie eine Kettenreaktion.

Ich will mich einfach mehr auf mich selber konzentrieren können und durch bewusste kleine Pausen für mich alleine versuchen oder lernen, im Alltag in der Schule weniger müde zu werden. Sodass ich meine Situation verbessern kann und eine Chance habe, gesund zu werden. Ich möchte an mir selber arbeiten, meine Leistungen zu steigern und meine Aufgaben korrekt ausführen.

Ich habe das Recht, mir Zeit zu nehmen

Seit bei mir vor 4 Jahren Depressionen diagnostiziert wurden, habe ich mir immer wieder vorgenommen, durch solche Mottos meine Situation zu verbessern. Manchmal ist es aber einfach sehr schwierig, ein solches Motto umzusetzen, vor allem, wenn es mir so schlecht geht. Das Schlimmste für mich ist aber nach wie vor, wenn es mir schlecht geht, dies niemand auffällt.

Mir Zeit für mich selber zu nehmen, ist nicht egoistisch. Jeder verdient die Zeit, die er braucht, um sich zurückziehen zu dürfen und sich auf sich selber konzentrieren zu können. Es ist gut zu realisieren, dass es okay ist, alleine zu sein. Aber man muss seine sozialen Kontakte trotzdem pflegen.

*Dieser Text wurde im Rahmen des Wahlfach Schreiben verfasst. Da er sehr persönlich ist, wird er in einem neutraleren Rahmen auf diesem Blog veröffentlicht.

Ein Kommentar zu “Ich nehme mir die Zeit, die mir zusteht

  1. Ein sehr berührender Artikel. Zeit ist etwas, was wir alle in unbestimmter Menge haben. Fast nie weiß man, wieviel Zeit uns noch bleibt. Beziehungen sind in meiner Welt die Chance zum Glück und ganz besonders wichtig ist die Beziehung, die wir mit uns selber führen. Selbstliebe bedeutet authentisch, frei und selbstbestimmt zu leben. Je mehr das erreicht ist, desto mehr Platz bleibt auch für andere. Nimm dir die Zeit, die du brauchst um zu heilen, andere Menschen sehen evtl. nicht, wie es dir geht, aber du darfst es ihnen sagen. Auch diese Menschen um dich herum haben ihre dunklen Bereiche, Bereiche, die du evtl. auch nicht sehen kannst. Wir dürfen alle ein wenig füreinander da sein und dafür brauchen wir Kraft und die kommt oft aus der Ruhe. Alles Liebe, Eva

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