12 von 12 im Dezember 2021

Bereits steht das letzte „12 von 12“ in diesem Jahr an. Da ich mich nicht aus dem Haus bewegte, steht dieser Rückblick ganz unter einem einzigen Thema, der Adventszeit. Ich verbinde diese Zeit mit vielen Erinnerungen und Traditionen. Und wenn wir am Abend alle Kerzen und Teelichter anzünden, dann verbreiten diese eine heimelige und warme Stimmung.

Diesen Monat werde ich zu jedem Bild die dazugehörige Geschichte erzählen. Die Adventszeit ist für mich die Zeit der Anekdoten 🙂 .

Danke an Caro von Draussennurkännchen, welche die 12 von 12 der Bloger:innen-Szene sammelt und uns so auch im Dezember Einblicke in die unterschiedlichen Lebensweisen ermöglicht.

Divali und Martininacht

Ende Jahr werden in vielen Kulturen auf der ganzen Welt Lichterfest gefeiert. Meine Schüler:innen haben sich mit diesen Traditionen auseinandergesetzt und uns als Gruppe viel Wissenswertes vermittelt.

Während der Woche der Religionen besuchten wir einen Workshop „Basteln von Laternen zum Diwalifest und Martinifest“. In der Ausschreibung stand allerdings nicht, dass der Fokus der Bastelarbeit auf kleinere Kinder bis ca. 10 Jahren lag. Das hinderte meine coolen 15-Jährigen jedoch in keinster Weise, eine Zeitreise in ihre Kindheit zu machen und voller Enthusiasmus leere Gläser zu bekleben und zu dekorieren.

Eines der entstandenen Produkte wurde mir geschenkt 🙂

Christrosen

Die Christrose ist eine Pflanze, die mich schon immer faszinierte. Sie blüht in der kältesten Jahreszeit, trotzt Schnee, Wind und Regen und ist genügsam. Mit ihren weissen Blüten wirkt sie edel und rein.

Durch ihren Namen ist sie eindeutig mit der Adventszeit verbunden. Er soll auf folgende Geschichte zurückgehen: Die Hirten waren auf dem Weg nach Bethlehem und freuten sich darauf, dem zukünftigen König ihre Geschenke zu überbringen. Einer von ihnen war jedoch sehr traurig, da er nichts besass, dass er dem Jesuskind hätte schenken können. Er weinte still vor sich hin. Als die Tränen zu Boden fielen, wuchsen daraus wunderschöne, weisse Blumen, schön wie Rosen.

Das Adventsgesicht

Ein sternförmiger Türschmuck unterstreicht die Magie der Adventszeit. Vor einigen Jahren haben wir diesen besonderen an einer Weihnachtsausstellung in unserem Lieblingsblumengeschäft entdeckt. Seitdem begleitet uns das gutmütige Adventsgesicht durch die besinnlichen Tage.

Mr. Moose

Es gibt eine ganz spezielle Adventsgeschichte, die ich mir alljährlich anhöre. Inzwischen wurde sie auch verfilmt, aber ich mag es, mir die Geschichte anzuhören und mir meine eigenen Bilder dazu vorzustellen.

Andreas Steinhöfel erzählt in seinem Kinderbuch „Es ist ein Elch entsprungen“ die Abenteuer des kleinen Bertil Wagner. Während des Adventssingens mit seiner besserwisserischen Schwester Kiki und seiner Mutter kracht ein Elch durchs Dach, landet auf dem Esszimmertisch (Sören aus der IKEA) und pulverisiert Grossmutters Weihnachtsplätzchen. Aber das ist nur der Anfang der unglaublichen Geschichte. Denn wer würde schon an sprechende Elche, Testfahrten für den Weihnachtsmann und Santaclaus in der Klapse glauben?

Da meine Familie natürlich nicht von meinen Vorlieben verschont blieb, schenkten sie mir zum Geburtstag einen Türschmuck – mit Mr. Moose und in den Farben orange-rot gehalten.

Apropos Geburtstagsgeschenk

Auf der Suche nach geeigneten Fotosujets in der Wohnung fiel mein Blick in ein Regal meines Mannes. Und was sah ich da? Ein kleines, hübsches Päckchen <3 . Wer weiss, vielleicht mag ich die Adventszeit auch, weil in diese Zeit mein Geburtstag fällt? Ich bin jedenfalls gespannt wie ein Flitzebogen, ob es am Dienstag auf meinem Gabentisch liegen wird.

Weihnachtsstern

Meine Tochter hasst ihn, meine Mutter findet ihn mühsam, weil er nicht freiwillig aus dem Leben scheiden will und ich … Na ja, der Weihnachtsstern erinnert mich an meine Grossmutter. Ich kann nicht sagen, ob er mir gefällt oder nicht. Er löst angenehme Gefühle und Erinnerungen aus. Und aus diesem Grunde hat diese ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika stammende Pflanze ihren festen Platz in meiner Adventszeit.

Weihnachtsmann

Mir ist die Figur des Weihnachtsmanns fremd (ausser Santaclaus bei Mr. Moose). Ich kann wirklich nichts mit ihm und seinen Geschichten anfangen. Aber dieser Weihnachtsmann auf dem Foto besuchte uns regelmässig vor Weihnachten. Ursprünglich war er eine Dekoration auf einem Weihnachtsgeschenk, das unsere Tochter erhalten hatte. Und sie entschied als kleines Mädchen, dass er bei uns bleiben müsse, weil er sich sonst so einsam fühle.

Maria mit dem Jesuskind

Zu unseren Adventsdekorationen gehört auch die Krippe. Meine Mutter hat sämtliche Krippenfiguren selbst gemacht und sie wurde regelmässig in meinem Elternhaus aufgestellt. Maria hält das Jesuskind mit den schönen, dichten, schwarzen Haaren ganz fürsorglich in ihren Armen.

Unsere Katze hielt die Krippenfiguren jedoch für spezielles Spielzeug, das wir nur zu ihrem Vergnügen hingestellt hatten. Die armen Schafe wurden herumgestossen, in andere Zimmer geschleppt und dort liegen gelassen. Am meisten hatte es ihr jedoch das Jesuskind, beziehungsweise dessen schöne Haarpracht angetan. Jahr für Jahr wurde das arme Baby skalpiert und erhielt im neuen Jahr wieder eine neue Perücke.

Weihnachtsbaum

Weihnachten wird bei uns mindestens dreimal zelebriert. Bei meinen Eltern, bei meinen Schwiegereltern und dann natürlich auch noch bei uns zu Hause. Einen eigenen Weihnachtsbaum hatten wir jedoch nie. Wobei das stimmt nicht ganz. Anfänglich kaufte ich jeweils einen kleinen Weihnachtsbaum, der nach Weihnachten in den Garten meiner Eltern gepflanzt wurde. Allerdings fanden sie irgendwann, dass sie auch Freude an anderen Pflanzen hätten …

Damit unsere Tochter trotzdem nicht auf ihren Weihnachtsbaum verzichten musste, kaufte mein Vater ihr vor knapp 20 Jahren einen kleinen, künstlichen. Seitdem wird er jedes Jahr aufgestellt und von ihr geschmückt. Die Kugel hat sie sich über die Jahre zusammengespart und -gekauft.

Adventskranz

Seit ich mich erinnern kann, machen wir am Samstag vor dem 1. Advent zusammen mit meiner Mutter Adventskränze. In den letzten Jahren bestand der feste Kern dieser kreativen Tätigkeit aus meiner Mutter, meiner Tochter und mir, manchmal stiessen auch noch Freundinnen dazu. Ich liebe diese Tradition. Die Adventskränze spiegeln die Persönlichkeiten ihrer Gestalterinnen wider.

Ich arbeite mit dem Material, das mir gerade in die Finger kommt, stopfe Löcher, lasse es wild und ungestüm wachsen. Ich verwende weder Kugeln noch weiteres Dekomaterial. Meine Tochter hingegen startet mit einem klaren Konzept. Sie weiss genau, welche Kugeln in welcher Kombination wohin gesteckt werden und füllt die Löcher mit Naturmaterialien. Meine Mutter wiederum deckt erst den Innenraum, dann wird um die Kerzen herum dekoriert und am Ende der Rest aufgefüllt.

Und das darf natürlich auch nicht fehlen

Sogar mein Mann hat sich über die Jahre von der Adventsstimmung anstecken lassen. Vor zwei Jahren erstand er die Lichterkette, die er fachmännisch mit Kabelbindern festbindet und am Ende der Saison sorgfältig wieder zusammenpackt. Er übernimmt auch das Anzünden aller Teelichter in der Wohnung.

4 Kommentare zu „12 von 12 im Dezember 2021

  1. Tolle Bilder und sehr stimmungsvolle Geschichten 🙂 Der Weihnachtsmann ist ein wirklich schönes Exemplar, ich habe vollstes Verständnis dafür, dass er da bleiben musste 🙂 Die Christrose begeistert mich auch von Jahr zu Jahr mehr. Bisher ist keine in den Garten eingezogen, aber ich glaube, das muss ich im nächsten Jahr ändern.
    Viele Grüße,
    Birgit

  2. Liebe Gabriella, Danke, dass du uns durch deinen Tag mitgenommen hast. Die Püppchen und Figürchen sind ja ganz zauberhaft. Das skalpierte Jesuskind etwas Besonderes. Sehr schöne Fotos! Liebe Grüße Nicole

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