Jahresrückblick 2021: Wie Phönix aus der Asche

Das Schreiben dieses Jahresrückblicks zeigte im Kleinen auf, wie mein letztes Jahr verlief. Der Laptop ging während des Verfassens kaputt, die Passwörter befinden sich gesichert im (kaputten) Laptop und als ob das nicht reichen würde, wurde ich noch krank. Da nützen klare Ziele und Planungen herzlich wenig, wenn das Leben das Kommando übernimmt und alles durcheinander würfelt.

Darüber lässt es sich aufregen und enervieren, aber irgendwann merkt man, dass es gesünder, sinnvoller und vor allem einfacher ist, vorwärtszugehen und weiterzumachen. Befindet man sich in dieser Phase, dann belohnt das Leben mit völlig unerwarteten Überraschungen.

Jahresrückblick

Wie das Leben früher war …

Jahrzehntelang war ich eine Person mit beinahe unerschöpflichen Energien. Was ich machte, tat ich aus Überzeugung. Ich verfügte über beinahe nicht endende Ressourcen, holte mir die Kraft aus meinen Projekten. Als Mutter, Ehefrau, Tochter, Studierende, Schulpflegerin, Klassenlehrerin, Schreibberaterin, Praxislehrperson, überall war ich höchst engagiert und liebte es „kleine“ Projekte zu machen, die sich dann zu grossen entwickelten. Ich liess mich von meinem Enthusiasmus und meiner Intuition leiten und schaffte es mühelos, andere Menschen zu begeistern, zu motivieren, mitzuziehen.

Mein Lebensmotto lautete „Was gut ist, lässt sich optimieren“. Das bedeutete für mich, nicht auszuruhen, nicht zweimal dasselbe zu machen, sondern alles zu ergänzen, auszuweiten, zu verbessern. Daraus zog ich meine Kraft und meinen Selbstwert. Ich wusste, was ich konnte, wozu ich fähig war und wie ich mein Leben gestalten wollte.

Veränderung im Aussen

Ich dachte immer, ich könnte mit allen Menschen arbeiten. Jede Person hat ihre Stärken und Schwächen, was sie ja auch zu etwas Einzigartigem und Speziellen ausmacht. Als Lehrperson sehe ich eine meiner Aufgaben darin, die Stärken meiner Schüler:innen zu erkennen. Manchmal müssen sie auch erst freigelegt und ausgegraben werden, um anschliessend darauf aufzubauen.

Ich war im Team bekannt dafür, dass ich es schaffte, mit jeder noch so schrägen Lehrperson eine Beziehung aufzubauen, ihr beim Einleben zu helfen und sie spüren lassen, dass sie willkommen war. Manchmal verlief das schnell, manchmal brauchte es mehrere Jahre, aber es klappte immer.

Im letzten Jahr habe ich an meinem Arbeitsplatz erleben müssen, dass es toxische Personen gibt. Sie verhalten sich wie Vampire, nur dass sie kein Blut, sondern emotionale Energie absaugen und das Gegenüber leer zurücklassen.

Toxischen Menschen fehlt die Empathie für ihr Gegenüber, sie können Bedürfnisse weder erkennen und noch wahrnehmen. Sie verhalten sich grenzüberschreitend und übergriffig. Zusätzlich streuen sie Gerüchte, verbreiten Lügen und sprechen dem Gegenüber Stärken und Kompetenzen ab. Dieses Verhalten schwächt, zerstört und macht krank. So auch mich.

Energielos

Meine Energie war weg. Mein körpereigenes Warnsystem hatte mir keinerlei Zeichen geschickt und ich vertraute meinem Körper. Hatte er mich doch in der Vergangenheit immer rechtzeitig gewarnt und aufgefordert, eine Pause einzulegen. Dieses Mal nichts, keine Warnung.

Ich schaffte es kaum noch aufzustehen. Nach einem kurzen Spaziergang an den Briefkasten musste ich mich hinlegen und schlafen. Es ging nichts mehr. Gar nichts mehr. Ich war erschöpft, leer, ausgebrannt.

Unkontrolliertes Zittern, Schwächegefühle, Erschöpfungszustände waren meine Begleiter. Der Kopf funktionierte, aber nur in Gedanken. Sobald die Gedanken hätten ausgesprochen werden sollen, wurden Wörter ausgetauscht und lustige Satzkreationen entstanden. Lustig für die anderen. Tragisch für mich.

Schlafen war das grösste Bedürfnis. Mein Energiereservoir war leer. Und meine grosse, strahlende, orange Energiekugel, die mich seit Jahren begleitete, war nicht mehr vorhanden. Nur eine grosse Leere.

Schreibend auf der Suche

Wenn die Gedanken nicht ausgesprochen werden können, dann schreibe ich. Diese trotzige Reaktion leitete eine Entwicklung ein, die ich mir weder ausdenken, noch hätte vorstellen können. Ich begann zu schreiben. Von Hand. Mit meinen Lieblingsstiften, in mein schönes Schreibbuch.

Mein erster Eintrag lautete: „Jetzt liegt dieses wunderschöne Buch vor mir und ich habe Lust regelmässig reinzuschreiben. Eigentlich wollte ich ja „jeden Tag“ notieren, aber schwupps merkte ich, dass mich dies unter Druck setzen würde. Was, wenn ich es dann trotzdem nicht jeden Tag schaffe? Kämpfe ich dann bereits wieder mit meinem schlechten Gewissen?

Amüsant und irritierend, dass mich bereits jetzt die Verwendung von Wiederholungen nervt. So komme ich absichtslos bereits zu meinem ersten Ziel für dieses Jahr. Meine Einträge nehmen an keinem stilistischen Wettbewerb teil! Die Worte werden so notiert, wie sie mir einfallen, wie sie aus dem Kopf aufs Papier purzeln.

Ausgangspunkt waren (und sind) Affirmationen, Werbungen, Sätze aus Büchern, Fragmente. Die schreibe ich als Titel. Und dann führt mein Unterbewusstsein die Hand und füllt Seite für Seite.

Ich wollte nicht über die aktuelle Situation nachdenken. Ich wollte mich nicht bemitleiden, weil ich meine Leistung nicht mehr brachte. Ich wollte Zugang zu meinem Innern. Wissend, dass der Zugang zu „meiner“ Energie irgendwo in mir vorhanden war. Ich musste ihn nur finden.

Hobbylos

Wir verbrachten wunderschöne Tage in den Bergen, aber zur Energie fand ich nicht zurück. Als ich dann noch zusammenklappte und im Notfall landete, wurden mir zwei Sachen klar. Ich brauchte Struktur und einen Sinn und ich wollte auch wieder ein kleines Pensum arbeiten. Einfach so viel, dass ich am Morgen aufstehen, duschen, anziehen und das Haus verlassen musste. Erholen konnte ich mich am Nachmittag.

„Du brauchst ein Hobby, meine Liebe,“ fanden meine Freundinnen. Es war auch klar, in welche Richtung mein Hobby hätte gehen sollen. Irgendwas Kreatives, was Sportliches, was Verrücktes, was Aussergewöhnliches. Ich hatte allerdings kein Bedürfnis nach einem Hobby und schon gar nicht, regelmässig zu trainieren oder mit Töpfern zu beginnen. Und überhaupt! Hatte ich nicht vor Jahren mein Hobby zu meinem Beruf gemacht? Hatte ich mich nicht regelmässig weiterentwickelt, meine Kompetenzen erweitert und vertieft?

„Du könntest ja was mit Schreiben oder Sprache machen“. Noch so ein genialer Vorschlag. Das ist doch mein Beruf – ich arbeite täglich mit Sprache und mit Schreiben!
Aber diese Aussage hakte sich fest, lies mich nicht los, stellte mir Fragen. Befasste ich mich in letzter Zeit auch mit meinem eigenen Schreiben? Was schrieb ich? Mit welcher Absicht? Wie oft?

Bloggen?

Meine Cousine Yvonne bloggte. Sie hatte sich sogar einen Jahreskurs geschenkt, mit dem Ziel, jede Woche einen Artikel zu verfassen. Ich las ihre Artikel sehr gerne. Ihre Art zu schreiben, löste bei mir gute Gefühle aus, wärmte mich. Ob wohl das Schreiben von Blog-Artikeln dies auch auslöste? Ob Bloggen auch was für mich sein konnte?

Bloggen? Eigentlich gar keine schlechte Idee. Nur … Einerseits hatte ich mich bisher vor Technik erfolgreich gedrückt. Andererseits dachte ich, dass Bloggen das Medium für Online-Unternehmer:innen sei, die etwas anzubieten und zu verkaufen haben. Oder die durch das Bloggen ihr Geld verdienen.

Die sind Expert:innen – aber ich? Was kann ich denn wirklich gut, bin ich irgendwo Expertin? Ich bin doch einfach Durchschnitt, normal, nichts Besonderes.

Mein erstes Selfie – auch das gehört zum Bloggen.

Das Blog-Feuer ist entfacht

Blieb die Frage, wie ich mir das Know-how des Bloggens am besten und einfachsten aneignen konnte. In dieser Zeit stiess ich auf ein kostenloses Angebot von Judith Sympatexter Peters

Boom Boom Blog – in 7 Tagen einen grossartigen Blogartikel schreiben. Geeignet für Blog-Einsteiger:innen. Perfekt! Dass sich Judith am Ende des Kurses Zeit für ein persönliches Gespräch nahm und meine Fragen beantwortete, nahm mir auch den letzten Zweifel – ich werde Bloggerin und lerne mit dem TheBlogBang weiter!

Mein Feedback an Judith

Und was soll ich sagen: Dieser Kurs ist genau zugeschnitten auf eine Anfängerin wie mich! Judiths wöchentliche Inputs und Erklärungen, die klare Struktur gepaart mit vielen (kurzen) Erklärvideos und viel Unterstützung, geben mir Mut und den Kick, mich den Herausforderungen zu stellen.

Was ich zusätzlich schätzte, waren die konstruktive Kritik, das regelmässige Feedback und die tollen Mitbloggerinnen. Ich konnte in meinem Tempo und ohne Druck arbeiten und die zur Verfügung gestellten Informationen nach und nach verarbeiten.

Ich blogge und erkenne mich

Und langsam kehrte auch wieder die Energie zurück. In ganz kleinen Dosen, immer noch sehr fragil, aber sie war wieder spürbar. So blieb ich beim Bloggen, bei der The Content Society, bei all den tollen Frauen mit ihren unterschiedlichen, kraftvollen Texten. Und bei meiner Blog-Buddy Barbara-Mira die mir immer die richtigen Fragen stellt und Sachen anspricht, die mir noch nicht bewusst sind.

Über das Schreiben wurde ich mir wieder meiner Stärken bewusst. Ganz offensichtlich wusste ich seit langem, in welchen Bereichen ich gut und kompetent bin, wo ich Expertin bin.

Seit Jahren leite ich Weiterbildungen und Workshops zu unterschiedlichen Bereichen aus dem weiten Gebiet des Unterrichts, coachte jahrzehntelang Kursleiter:innen und Dozent:innen in der Erwachsenenbildung, begleite Studierende der PHZH während ihrer Praktika. Als Schreibberaterin beschäftige ich mich intensiv mit dem Vermitteln von Schreibstrategien und berate Schüler:innen, Studierende und Erwachsene.

Meine Weiterbildungen dienten immer dem Zweck, meine Skills zu erweitern, mein Wissen zu verbreitern und neue Inputs und Methoden in bereits Vorhandenes einzubauen.

Aber als Frau meiner Generation, gepaart mit dem typischen Schweizer Understatement, war ich es gewohnt, mich kleinzumachen, ja nicht zu sehr aufzufallen, niemand zu explizit zu zeigen, was ich kann. Schliesslich wollte ich ja nicht als arrogant und besserwisserisch erscheinen.

Über das Schreiben merkte ich, wofür mein Herz brennt und was ich der Welt mitzuteilen habe. Es wurde so klar, so strahlend, so lodernd: Ich bin Expertin für Schule und Unterricht. In Zukunft wird gebloggt und ich stehe selbstbewusst zu meinen Kompetenzen und Fähigkeiten.

Meine Stärken auf mich anwenden

Nachdem ich wieder Zugang zu mir und meiner Energie gefunden hatte, musste ich eine Lösung für meinen Arbeitsplatz finden.

Ich hatte verschiedene Strategien ausprobiert, um mich zu schützen. Lösungsorientiertes Handeln, auf Distanz gehen, Selbstfürsorge betreiben. Es nützte nichts. Es war ein Anrennen gegen Windmühlen.

Eine Option lag schon länger im Hinterkopf. Einfach ignorieren. So wie früher in den Chats. In meinem Kopf /ig XY zu tippen. Aber konnte ich das wirklich? Verleugnete ich damit nicht meine Grundhaltung?

Wie so oft brachten die Zeit und ein langes Gespräch mit meiner besten Freundin Klärung und den Ausstieg aus dem Teufelskreis. Die Lösung lag in mir, sie war aus meinen Werten und meiner Grundhaltung entstanden. Sie bot mir Hand, neue Wege zu gehen und proaktiv tätig zu werden.

Ich bin eine empathische, lösungsorientierte, authentische, vorausschauende und offene Person. Nur hatte ich bisher nie bedacht, dass diese Eigenschaften nicht nur gegen aussen wirken, sondern auch auf mich selbst angewandt werden dürfen. Ein lösungsorientierter Ansatz darf sich an meinen persönlichen Bedürfnissen ausrichten. Und Empathie soll ich mir auch selbst zukommen lassen.

Wohlfühloase

In der folgenden Nacht hatte ich einen Traum. Ich träumte von meinem Klassenzimmer als grüner Wohlfühloase. Ein Energie- und Kraftort. Einem Ort, der frei von schädlichen Einflüssen, von negativer Energie ist.

Also wurde in der letzten Ferienwoche das Zimmer intensiv geräuchert. Ich war schon an mehreren Räucherungen dabei, aber diese dicken, stinkenden Schwaden, die sich dann aus Türen und Fenstern ergossen, die draussen längere Zeit sicht- und spürbar waren, das hatte ich noch nie erlebt. Meine Freundin sagte mir später, dass dies die anstrengendste Räucherung gewesen sein, die sie je gemacht habe.

Danach haben wir Tische umgestellt, Pflanzen gekauft und von zu Hause mitgenommen, andere Bilder aufgehängt und nach und nach entwickelte sich unser Arbeitsraum zu einer grünen Wohlfühloase.

Dieses veränderte Klima nahmen nicht nur wir wahr, sondern auch die Schüler:innen reagierten sehr positiv darauf. Sie fanden, dass es sich einfacher lernen lasse, weil das Grün der Pflanzen sie beruhige und dadurch eine chillige Stimmung herrsche 🙂 .

Sieht auch zur Adventszeit gut aus 🙂

Unsere gute Fee Vesna, die zweimal die Woche putzt, brachte die Veränderung auf den Punkt: „Ich weiss nicht, was ihr mit diesem Zimmer gemacht habt. Aber wenn ich eintrete, dann fühle ich mich geborgen, entlastet und wohl. Dieser Ort stimmt mich heiter und zuversichtlich.“

Energie 2.0

Ich verfüge wieder über Energie 🙂 🙂 💃 💃 💃 . Neun Monate lang habe ich mich von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag gehangelt. Jetzt lebe ich wieder in meiner Energie. Sie manifestiert sich nicht mehr in einer pulsierenden, orangen, strahlenden Kugel. Meine neue Energie ist ruhiger, gelassener. Eher wellenförmig und himmelblau. Wir lernen einander erst kennen. Aber ich bin sicher, dass wir uns bestens verstehen werden.

Ich habe realisiert, dass ich viel Zeit für mich selbst benötige. Immer wieder bewusst zu mir zurückkehren, den Fokus auf mich richten. Bei mir bleiben und zur Ruhe kommen. Das ist neu für mich.

Das Schreiben gibt mir nicht nur Energie, wie ich bis anhin dachte, sondern erfüllt mich auch mit Ruhe und Gelassenheit. Deshalb werde ich weiterschreiben und mir weiterhin Inseln dafür schaffen.

Bloggen mit Schüler:innen

Es liegt auf der Hand, dass das Thema Bloggen auch den Weg in meinen Unterricht gefunden hat. 33 Schüler:innen hatten sich für das Wahlfach Schreiben angemeldet. Entweder weil sie gerne schreiben, die Freude am Schreiben entdecken möchten oder weil sie ihren persönlichen Stundenplan mit einem nicht kognitiven Fach ergänzen wollten.

Der Blog-Virus hat sie alle infiziert. Sie setzen die Themen spannend um, bringen ihren ganz persönlichen Touch ein und gestalten immer mehr auch mit eigenen Bildern. Woche für Woche wird so ihr Schreibenblog gefüttert und wächst und wächst. Diese Art des Schreibens kommt Jugendlichen entgegen. Arbeiten am Computer an sich ist schon reizvoll. Selber über den Inhalt bestimmen zu dürfen, lässt sie kreativ werden.

Ich bin hell begeistert über ihre Kreativität und Fantasie. Auch die Kommentare, die sie ihren Mitschüler:innen hinterlassen, sind wertschätzend, zeugen von Interesse und ermöglichen neue Kontakte.

Natürlich investiere ich viel Zeit in die Betreuung und das Coachen der Texte. Weit mehr als es vorgesehen wäre. Aber das stört mich nicht im Geringsten. Die Freude und die Energie, die über dieses Projekt an mich zurückfliessen, sind den Einsatz allesamt wert.

Das Fazit nach fünf Monaten: 285 veröffentlichte Beiträge, 112 Entwürfe, 586 Kommentare. 

Vorwärts mit Rücksicht

Im nächsten Mai werde ich im Rahmen meiner Intensivweiterbildung ein 7-wöchiges Betriebspraktikum absolvieren. Für mich war seit Jahren klar, was ich während dieser Zeit machen würde. 7 Wochen in Florenz wohnen und von Morgen bis Abend Italienisch sprechen, denken, essen. Meine Seele baumeln lassen und voller Dolce vita-Feeling wieder zurückkehren.

Aber im 2021 läuft alles anderes als geplant 🙂 . Mein Aufenthalt in Florenz wird nicht realisierbar sein, da mein Knie da nicht mitmachen will. Und so fahre ich nicht nach Italien, sondern nach Deutschland, genauer nach Haigerloch zu Judith Peters.

Mögen mir die Blog-Göttinnen zur Seite stehen, wenn ich mich dann im Zentrum des Blog-Universums befinde :-).

Was uns zusammenhält

Während dieses speziellen Jahres konnte ich auf das Wissen, die Unterstützung und Freundschaft verschiedener Freund:innen zählen und zurückgreifen. Ohne sie und meinem Mann wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.

Was diese doch sehr unterschiedlichen Menschen verbindet, ist der Glaube, dass wir die Gegenwart verbessern können. Nicht irgendwann, sondern jeden einzelnen Tag. Durch unsere Grundhaltung, durch unsere Authentizität, durch unser Sein und Handeln.

Egal, wie oft wir uns hören oder lesen. Ich weiss, dass wir miteinander verbunden sind.

Dankbarkeit

Der letzte Punkt meines Jahresrückblicks steht unter dem Titel Dankbarkeit. Ich wurde dieses Jahr reich beschenkt vom Leben. Das Bloggen schärfte meinen Blick auf die schönen Dinge in meinem Alltag.

Den 12. Tag pro Monat in 12 Bildern zu dokumentieren, eine alte Blogger:innen-Tradition. Die Schönheit und Besonderheit eines ganz normalen, standardmässig ablaufenden Tages dokumentieren? Das funktioniert tatsächlich. Schau ich mir die entstandenen Bilder, dann erfüllen sie sich mit Freude.

Bevor ich mit dem Verfassen der Monatsrückblicke begann, war mir nicht bewusst, wie viele schöne und emotionale Begegnungen ich erlebe. Durch das Notieren der Ereignisse erlebe ich alle Erlebnisse nochmals sehr intensiv. Das Schreiben verzögert sich dadurch oft, da ich diese Momente nochmals voll auskoste. Am Ende hinterlässt der Monatsrückblick jedoch ein wohliges, schönes, angenehmes und dankbares Gefühl.

Dankbar bin ich auch für meine Familie, die leibliche und die gewählte. Ohne eure Liebe, Zeit und Unterstützung, ohne euer kritisches Hinterfragen und das „Kopf zurechtrücken“ hätte ich dieses Jahr nicht so viel gelernt. Teamwork makes a dream work :-).

Meine 3 liebsten eigenen Blogartikel 2021

Was 2021 sonst noch los war

Nun gehört Marc auch dazu – runder Geburtstag im Zeichen der Pandemie. Da maximal fünf Personen erlaubt waren, musste den ganzen Tag lang gefeiert werden 🙂 Mit genauem Taktfahrplan, damit zwischendurch immer wieder ausgiebig gelüftet werden konnte.

Am 13. August feierte Muetti ihren 80. Geburtstag. Und wie es inzwischen bereits Tradition ist, lassen wir uns von ihr auf einen Berg entführen. Dieses Jahr gings in die Mythen-Region.

Unsere Sommerferien verbrachten wir in der Schweiz. Seit ich in der Primarschule einen Bastelbogen des Schloss Chillon bekommen hatte, träumte ich von einem Besuch. Da wir dieses Jahr die zweite Woche am Murtensee verbrachten, passte ein Abstecher an den Genfersee perfekt in unsere Pläne. Zufälligerweise befanden sich mein Bruder und meine Schwägerin ebenfalls in Montreux und wir genossen einen gemeinsamen Abend.

Im Herbst verbrachten wir drei Tage mit unseren Müttern in Luzern. Eine wunderschöne und sympathische Stadt. Jeder Tag bot ein kleines Highlight. Besuch eines Konzerts des London Symphony Orchestra im KKL, eine Schifffahrt auf dem Vierwaldstädtersee und zum Abschluss noch eine Stadtführung nur für uns.

Frauen am See am Feuer – ein ruhiges und doch energiereiches Weekend am Murtensee. Die Entspannung begann bereits auf der Hinfahrt. Dreistündiger Stau begleitet von schöner Musik, Chips und Getränke waren vorhanden und so stand tollen Gesprächen nichts im Wege.

Die längst überfällige Diplomfeier! Zusammen mit Elena und Sibylle feierten wir diesen Anlass gebührend 💃 💃 💃. Der Lorbeerkranz war direkt aus einem kleinen, chinesischen Geschäft in Florenz mitgebracht worden und wurde von mir natürlich den ganzen Abend mit Stolz getragen.

Ausblick auf 2022

Gerade muss ich schmunzeln. Nachdem ich auf das Jahr 2021 zurückgeblickt habe, soll ich mir da wirklich Gedanken darüber machen, wie das nächste Jahr werden wird und was ich da machen möchte? Wäre es nicht sinnvoller, einfach mal abzuwarten?

Natürlich nicht! Wenn ich das jetzt hier notiere, kann ich Ende 2022 überprüfen, inwiefern sich Wünsche und Ideen entwickelt, verändert, realisiert haben.

Ich …

  • … nehme mir Zeit für mich.
  • … ich bleibe bei mir, in meiner Energie und somit gesund.
  • … bin dankbar für meine Familie und investiere Zeit in diese Beziehungen.
  • … übe mich in Instagram-Posts.
  • … arbeite mit Menschen, die im Team arbeiten wollen.
  • … geniesse mein Betriebspraktikum in vollen Zügen. Wohl wissend, dass ich mehrmals an meine Grenzen stossen werde.
  • … lasse mich durch nichts und niemanden an meinen Kompetenzen zweifeln.

Aus all diesen Ideen ist mein Jahresmotto 2022 entstanden: Ich lehne mich zurück.

Wie sich alles entwickelt, kannst du im nächsten Jahr in meinen Blogartikeln nachlesen.

Willst du mehr über mich erfahren?

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten:

11 Kommentare zu „Jahresrückblick 2021: Wie Phönix aus der Asche

  1. Ein ehrliches Abenteuer! In der Lebensmitte wird man endlich schlau aus sich. Ein Phänomen, das ich immer wieder entdecke: bei Freunden, bei Mitmenschen, bei mir und bei dir. Unser Leben ist ein Abenteuer. Du hast ehrlich, gefühlsgeladen geschrieben mit dem Ausblick, dass am Ende alles gut werden wird. Ein happy ending! Ich lese häufiger bei dir rein, als dir bewusst sein wird bzw. bewusst sein kann. Ein Schwester im Herzen bist du. Bleib wie du bist. Herzlichst, Claudia

  2. Liebe Gabriella, dein JRB hat mich sehr berührt, weil er so authentisch und ehrlich ist. Auch deine Geschichte, wie du aus deinem Energietief kamst und dir das Bloggen dabei geholfen hat, fand ich spannend. Ich erfahre, dass du auch gerne räucherst, klasse. Liebe Grüße Nicole

  3. Liebe Gabriella,

    Die Idee mit dem Klassenzimmer finde ich mega! Da würde ich mich auch drin wohlfühlen. Übrigens, ich lese die Blogartikel deiner SchülerInnen mit großen Interesse und finde sie phantastisch. In unserer Sekundaria habe ich die Idee auch schon vorgestellt, sie haben allerdings noch nicht angebissen. Vielleicht muss ich einfach hartnäckiger sein 🙂

  4. Liebe Gabrielle, danke fürs Mitnehmen in dein wunderbares 2021! Dein Jahresrückblick ist reichhaltig, das wird durch die tollen Bilder unterstrichen. Auf diesem Weg sage ich danke für die schöne Zeit, die wir als Blogbuddy geteilt haben. Ich freue mich schon sehr auf weiteren Austausch im 2022. Alles Liebe für dich & Family!

    1. Ich danke dir von Herzen, liebe Barbara-Mira. Du bist eine Bereicherung für mich und meine Blog-Artikel. Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit und den Austausch mit dir.
      Wunderschöne und erholsame Feiertage.

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