Die Geschichte hinter dem Schreibenblog
Die persönliche Geschichte hinter dem Schreibenblog: Wie aus einer beruflichen Krise eine Schreibgemeinschaft entstand.
Heute umfasst der Schreibenblog über 2200 veröffentlichte Texte. Was viele nicht wissen: Seine Geschichte begann lange bevor die erste Schülerin den ersten Satz schrieb. Dieser Artikel nimmt dich mit zu den Anfängen: zu einer Krise, einem Traum und der Entdeckung, dass Schreiben Leben verändern kann.
1. Der Schreibenblog begann viel früher
Der Schreibenblog ist ein Blog, an dem Jugendliche schreiben. Wenn ich heute darauf schaue, sehe ich mehr als 2200 veröffentlichte Texte. Hinter dieser Zahl stehen Jugendliche, die nach Worten gesucht, erste Entwürfe geschrieben, Formulierungen verändert und ihre Texte immer wieder überarbeitet haben. Erst wenn ein Beitrag bereit ist, veröffentliche ich ihn auf dem Schreibenblog.
Ich sehe ehemalige Schülerinnen und Schüler vor mir, die unsere Schule längst verlassen haben und inzwischen eine Berufslehre oder eine weiterführende Schule besuchen. Manche schauen weiterhin auf dem Blog vorbei. Einige lesen die neuen Texte, andere hinterlassen einen Kommentar. Besonders freue ich mich über diejenigen, die nach ihrem Schulabschluss fragen, ob sie weiterhin bloggen dürfen.
Natürlich dürfen sie.
Auch die vielen Menschen, die den Schreibenblog inzwischen begleiten, gehören zu dieser Geschichte. Grosseltern lesen mit, Eltern kommentieren und Menschen ausserhalb unseres schulischen Umfelds nehmen sich Zeit für die Gedanken der Jugendlichen. Was ursprünglich ganz klein begann, ist im Laufe der Jahre zu einer lebendigen Schreibgemeinschaft geworden.
Manchmal werde ich gefragt, wie der Schreibenblog entstanden ist.
Die einfache Antwort lautet: Ich hatte eine Idee, richtete einen WordPress-Blog ein und gemeinsam begannen wir zu schreiben. Das ist alles richtig, und trotzdem erzählt es kaum etwas darüber, weshalb es diesen Blog überhaupt gibt.
Die eigentliche Geschichte beginnt viel früher.
Sie beginnt zu einer Zeit, in der ich weder einen eigenen Blog besass noch darüber nachdachte, gemeinsam mit Jugendlichen im Internet zu schreiben. Eigentlich beginnt sie sogar lange bevor ich wusste, wohin mich mein Weg führen würde.
2. Eigentlich wollte ich nie Lehrerin werden
Als Jugendliche wusste ich genau, wie mein Leben einmal aussehen sollte. Ich wollte heiraten, vier Kinder haben, einen Hund und ein offenes Haus. Ein Haus, in dem immer Menschen ein- und ausgehen konnten, so wie ich es von zu Hause kannte. Auch beruflich hatte ich klare Vorstellungen. Ich wollte Medizin studieren und als Missionsärztin arbeiten.
Medizin faszinierte mich. Noch stärker zog mich die Vorstellung an, mit Menschen über längere Zeit unterwegs zu sein, ihren Alltag kennenzulernen und gemeinsam mit ihnen nach Lösungen zu suchen. Vielleicht hatte dieser Wunsch auch damit zu tun, dass ich selbst so behütet und privilegiert aufwachsen durfte. Mir war bewusst, dass vieles in meinem Leben ein Geschenk war und keine Selbstverständlichkeit.
Also lernte ich Chemie und Physik. Ehrlich gesagt gehörten beide Fächer nie zu meinen Lieblingsfächern. Ich lernte sie trotzdem, weil sie der Schlüssel zum Medizinstudium waren. Mein Weg schien festzustehen.
Bis er es plötzlich nicht mehr tat. Etwa ein halbes Jahr vor der Matura begann dieser Plan zu bröckeln. Es gab keinen grossen Wendepunkt und kein einschneidendes Erlebnis. Irgendwann wusste ich einfach, dass dieser Weg nicht mehr zu mir passte. Es fühlte sich nicht mehr richtig an. Ich liess einen Traum los, ohne einen neuen zu haben.
Ich hatte keine Ahnung, was nach dem Studium auf mich warten würde. Trotzdem machte mir diese Unsicherheit keine Angst. Ich schrieb mich für Romanistik und Germanistik ein, weil mich die Fächer interessierten. Zum ersten Mal traf ich eine Entscheidung, die ganz meinen Interessen folgte.
Neben dem Studium absolvierte ich die Ausbildung zur Gymnasiallehrerin. Man weiss ja nie, dachte ich damals.
Schon im ersten Semester lernte ich eine Kommilitonin kennen, die an einer Sprachschule arbeitete. Während sie von ihrem Unterricht erzählte, dachte ich: Das könnte ich auch.
Ich bewarb mich und wenig später stand ich zum ersten Mal selbst vor einer Klasse.
Meine Kursteilnehmenden kamen aus den unterschiedlichsten Ländern. Manche wollten Deutsch lernen, weil sie eine Arbeit gefunden hatten. Andere bereiteten sich auf eine Prüfung vor oder wollten ihren Alltag in der Schweiz selbstständiger meistern. Sie hatten sich freiwillig für den Unterricht entschieden und brachten ihre Motivation bereits mit.
Ich fühlte mich dort erstaunlich schnell zu Hause. Warum mich diese Arbeit so erfüllte, darüber dachte ich damals gar nicht nach. Ich freute mich einfach auf meine Kurse. Es berührte mich, wenn jemand nach einigen Wochen sagte: «Jetzt verstehe ich das.» Oder wenn aus anfänglicher Unsicherheit langsam Selbstvertrauen entstand. Sprache war für mich nie nur Grammatik oder Wortschatz. Mit jeder neuen Redewendung eröffnete sich ein Stück Alltag und oft auch ein Stück neue Heimat.
Mit den Jahren durfte ich weitere Aufgaben übernehmen. Ich arbeitete als Redaktorin und Autorin an einem Italienischlehrmittel mit, entwickelte Unterrichtsmaterialien und begann mich immer stärker für die Frage zu interessieren, wie Lernen gelingt. Weshalb versteht ein Mensch einen neuen Inhalt sofort, während ein anderer einen ganz anderen Zugang braucht? Und welche Aufgaben bringen Menschen wirklich zum Denken?
Mit der Geburt meiner Tochter veränderte sich mein Leben erneut. Nach dem Mutterschaftsurlaub kehrte ich an die Sprachschule zurück. Während meiner Abwesenheit waren meine Kurse jedoch auf zwei neue Lehrpersonen verteilt worden. Für mich blieben nur noch wenige Lektionen.
Ich war enttäuscht. Gleichzeitig war ich dankbar, weiterhin unterrichten zu dürfen. Gerade diese wenigen Kurse sollten mein weiteres Berufsleben verändern.
Einer meiner Kursteilnehmer sagte nach einer Lektion ganz beiläufig:
«Du wärst eine gute Sekundarlehrerin. Von denen gibt es im Moment ohnehin viel zu wenige.»
Ich musste lachen.
Sekundarlehrerin?
An Jugendliche hatte ich nie gedacht. Sie schienen mir eine völlig andere Welt zu sein als die Erwachsenenbildung.
Je länger ich darüber nachdachte, desto weniger liess mich dieser Gedanke los.
3. Ankommen
Schliesslich bewarb ich mich an einer Sekundarschule.
Ich hatte überhaupt keine Vorstellung davon, was mich erwartete. Jugendliche kannte ich bis dahin vor allem aus meiner eigenen Schulzeit. Mein beruflicher Alltag hatte sich während vieler Jahre um Erwachsene gedreht. Menschen, die sich freiwillig für einen Sprachkurs entschieden hatten.
Die ersten Wochen an der Sekundarschule waren deshalb eine ziemliche Umstellung.
Jugendliche stellten Fragen, die ich aus der Erwachsenenbildung überhaupt nicht kannte.
«Ist das ein grosser oder ein kleiner Titel?»
«Muss ich das wirklich lernen?»
«Kommt das an der Prüfung?»
Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich innerlich manchmal den Kopf schüttelte. Ob ein Titel gross oder klein geschrieben wird, schien mir ehrlich gesagt nicht die entscheidende Frage zu sein. Viel wichtiger war doch, ob jemand verstand, worum es in einem Text ging. Und wenn ich gefragt wurde, weshalb man Vokabeln lernen müsse, dachte ich oft: Wie willst du eine Sprache sprechen, wenn du ihre Wörter nicht kennst?
Erst mit der Zeit verstand ich diese Fragen besser. Erwachsene entscheiden sich freiwillig für einen Sprachkurs. Jugendliche hingegen wollten zuerst verstehen, weshalb sich eine Anstrengung überhaupt lohnt.
Je länger ich unterrichtete, desto besser verstand ich die Welt der Jugendlichen.
Jeden Morgen ging ich gerne zur Arbeit. Ich freute mich auf meine Klassen, entwickelte ständig neue Ideen und kam oft mit mehr Energie nach Hause, als ich am Morgen mitgebracht hatte.
Ich war angekommen.
4. Berufung
Aus den ersten Unterrichtsjahren wurde mit der Zeit mehr als Erfahrung. Ich begann zu verstehen, weshalb mich Schule so erfüllte. Beziehung war für mich schon immer der Schlüssel gewesen, damit Lernen gelingen kann. Das hatte ich bereits in der Erwachsenenbildung erlebt. An der Sekundarschule wurde mir dieser Zusammenhang jeden Tag aufs Neue bestätigt. Jugendliche lernen leichter von Menschen, die ihnen etwas zutrauen und an sie glauben.
Aus den ersten vorsichtigen Unterrichtsversuchen wuchs Erfahrung. Aus einzelnen Klassen wurden unzählige Jugendliche, die ich über mehrere Jahre begleiten durfte. Ich entwickelte meinen Unterricht weiter, besuchte Weiterbildungen und stellte mir immer wieder dieselbe Frage: Wie lernen Menschen?
Vielleicht war genau das einer der Gründe, weshalb ich mich in der Schule so wohlfühlte. Kaum hatte ich etwas Neues gelernt, wollte ich es in der Praxis ausprobieren. Meist dauerte es nicht lange, bis daraus neue Unterrichtsideen entstanden. Später leitete ich selbst Weiterbildungskurse und begleitete Studierende. Gerade junge Lehrpersonen stellen Fragen, auf die man selbst nie gekommen wäre.
Ich hatte das Gefühl, nie aufzuhören zu lernen.
Schule war längst mehr geworden als mein Arbeitsplatz. Sie endete nicht mit dem Pausengong. Auf Zugfahrten dachte ich über Unterricht nach. Beim Einkaufen kam mir plötzlich eine Lektion in den Sinn. Bücher las ich oft mit dem Gedanken, ob sich daraus ein Unterrichtseinstieg entwickeln liesse. Meine Tochter musste manches Mal geduldig zuhören, wenn ich am Abend begeistert von einer gelungenen Diskussion in der Klasse erzählte.
Ich hatte das grosse Glück, einen Beruf gefunden zu haben, auf den ich mich jeden Morgen freute.
Erst viele Jahre später fand ich dafür das passende Wort.
Berufung.
5. Als alles ins Wanken geriet
Gerade weil Schule für mich längst mehr als ein Arbeitsplatz geworden war, traf mich die Zeit, die nun folgte, mit voller Wucht.
Mein neuer Parallellehrer und ich waren gemeinsam für dieselben beiden Klassen verantwortlich und unterrichteten dort ungefähr gleich viele Lektionen. Unsere Vorstellungen davon, wie guter Unterricht entsteht, unterschieden sich grundlegend. Er arbeitete mit einer sehr genauen Planung, die Schritt für Schritt umgesetzt werden musste. Auch ich plante meinen Unterricht sorgfältig. Innerhalb dieses Rahmens liess ich den Jugendlichen jedoch bewusst Raum. Ich begann häufig mit offenen Fragen, griff ihre Gedanken auf und liess ihre Antworten mitbestimmen, wie wir gemeinsam zu den Lernzielen gelangten. Kooperative Lernformen gehörten für mich selbstverständlich dazu.
Ich war überzeugt, dass unterschiedliche Lehrpersonen unterschiedliche Wege gehen dürfen. Jugendliche profitieren davon. Lange glaubte ich deshalb, dass unsere Verschiedenheit kein Problem sein müsse.
Doch nach und nach veränderte sich etwas.
Wenn das eigene Menschenbild infrage steht
Mein Parallellehrer warf mir vor, ich würde ihm eine Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern verunmöglichen, weil viele von ihnen zu mir eine enge Beziehung aufgebaut hatten. Schliesslich unterrichtete ich diese Jugendlichen ebenfalls mehrere Lektionen pro Woche. Natürlich entstanden dabei Vertrauen und Gespräche. Genau darin sah ich meinen Auftrag als Lehrerin.
Manche Schülerinnen und Schüler kamen freiwillig bereits um sieben Uhr morgens in mein Schulzimmer. Sie kamen, um in Ruhe zu arbeiten, etwas zu besprechen oder einfach schon da zu sein. Diese Begegnungen liessen sich nicht planen. Sie ergaben sich, weil die Jugendlichen wussten, dass meine Tür offen war. Mein Parallellehrer verlangte schliesslich, dass Schülerinnen und Schüler seiner Klasse dieses Angebot nicht mehr nutzen dürften. Die Schulleitung lehnte dies glücklicherweise ab.
Auch Gespräche mit Eltern wurden zunehmend zum Konfliktpunkt. Einige Familien kannte ich bereits aus früheren Zusammenhängen, andere suchten den Austausch mit mir, weil ich ihre Kinder ebenfalls unterrichtete. Für mich gehörte dieser Kontakt selbstverständlich zu meiner Arbeit. Er wurde jedoch zunehmend als Problem wahrgenommen.
Belastend war, dass die Jugendlichen die Spannungen bemerkten. Manche erzählten mir von Situationen, die sie verletzten oder als ungerecht empfanden. Andere suchten nach Erklärungen für das, was zwischen den Lehrpersonen geschah. Ich hörte zu, ohne Partei zu ergreifen.
Diese Gespräche waren für mich unglaublich schwierig. Ich nahm ihre Sicht ernst, suchte mit ihnen nach anderen Handlungsmöglichkeiten und half ihnen, die Situation auch aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Es war mir wichtig, dass sie ihrem Parallellehrer respektvoll begegneten. Konflikte zwischen Erwachsenen dürfen nie auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen ausgetragen werden. Dafür führte ich unzählige Gespräche in der Hoffnung, etwas aufzufangen, das ich selbst kaum noch tragen konnte.
Besonders schmerzte mich, dass ich mich plötzlich für etwas rechtfertigen musste, das für mich immer selbstverständlich gewesen war: Beziehungen zu Jugendlichen aufzubauen, ihnen zuzuhören, für sie da zu sein und mit ihren Eltern im Gespräch zu bleiben. Plötzlich wurde genau das infrage gestellt, worauf ich meinen Unterricht aufgebaut hatte.
Nach aussen funktionierte ich weiterhin. Im Unterricht liess ich mir möglichst wenig anmerken. Innerlich begann ich jedoch immer häufiger an mir selbst zu zweifeln. Ich fragte mich, ob ich tatsächlich etwas falsch machte oder ob ich mich verändern musste, um den Konflikt zu entschärfen.
Die Schulleitung wies einzelne Forderungen zwar zurück, doch in der eigentlichen Situation fühlte ich mich oft allein. Ich suchte Gespräche und hoffte auf klare Grenzen. Vieles blieb ungeklärt.
Lange glaubte ich, mich habe vor allem der Konflikt erschöpft. Erst viel später verstand ich, weshalb mich diese Zeit so tief getroffen hatte. Es ging nie nur um unterschiedliche Unterrichtsformen oder Meinungsverschiedenheiten. Mein Menschenbild, mein Verständnis von gutem Unterricht und von Beziehung wurden infrage gestellt. Das Schmerzhafteste war jedoch etwas anderes: Ich liess zu, dass ich selbst daran zu zweifeln begann.
Erschöpfung kommt selten plötzlich. Sie schleicht sich langsam ins Leben. Mit der Zeit nahm ich die Gespräche mit nach Hause. Gedanken kreisten weiter, obwohl der Schultag längst vorbei war. Etwas, das mir über viele Jahre Kraft gegeben hatte, begann mich zu erschöpfen.
Es gab Abende, an denen ich Stelleninserate anschaute. Allein dieser Gedanke erschreckte mich. Ich liebte meinen Beruf. Meine Schule war längst zu einem zweiten Zuhause geworden. Trotzdem fragte ich mich immer häufiger, ob Weggehen der einzige Ausweg wäre.
Der Traum vom grünen Schulzimmer
Während der Sommerferien hatte ich einen Traum, an den ich mich bis heute erinnere.
Es war der erste Schultag an meiner neuen Schule. Ich ging eine Treppe hinauf, und oben warteten bereits einige Lehrpersonen auf mich. Je näher ich kam, desto vertrauter wurden ihre Gesichter. Es waren meine bisherigen Kolleginnen.
Danach ging ich zu meinem neuen Schulzimmer. Als ich die Tür öffnete, stockte ich einen Moment. Vor mir lag mein vertrautes Zimmer, doch überall standen Pflanzen. Sie reihten sich auf den Fenstersimsen, standen auf Regalen und füllten die Ecken. Der Raum wirkte freundlich und lebendig. Er fühlte sich an wie eine Wohlfühloase.
Als ich meiner Assistentin nach den Ferien von diesem Traum erzählte, zögerte sie keine Sekunde. «Dann machen wir das», sagte sie. Noch am selben Tag zogen wir los und kauften Pflanzen. Innerhalb weniger Stunden hatte sich mein Schulzimmer verändert.
Der Konflikt blieb. Gleichzeitig entstand in meinem Schulzimmer ein Ort, an dem ich wieder durchatmen konnte. Jeden Morgen erinnerten mich die Pflanzen daran, weshalb ich hier war.
Ich wollte bleiben.
6. Du brauchst ein Hobby
In dieser belastenden Zeit standen wir manchmal vor meinem Schulzimmer im Garten und rauchten gemeinsam eine Zigarette. Von unseren Gesprächen ist mir nur eines geblieben. Eine Kollegin schaute mich an und sagte:
«Du brauchst ein Hobby.»
Wozu denn? Ich hatte doch einen Beruf, der mich erfüllte. Ich ging gerne zur Arbeit und beschäftigte mich auch in meiner Freizeit mit Unterricht. Hatte ich nicht genau das erreicht, was sich viele Menschen wünschen? Einen Beruf, der sich nicht nach Arbeit anfühlte?
Meine Kolleginnen liessen jedoch nicht locker. «Du brauchst etwas, das nur dir gehört.»
Ich verstand damals nicht, was sie meinten. Ich hatte das Gefühl, bereits alles gefunden zu haben, was mich erfüllte. Weshalb sollte ich nach Feierabend noch etwas suchen, das mir Freude machte, wenn ich genau das bereits jeden Morgen tat?
Eines Tages sagte eine Kollegin fast beiläufig: «Du könntest doch etwas mit Schreiben oder Sprache machen.» Ich weiss noch genau, was ich dachte.
Das ist doch mein Beruf.
Nachdem mich meine Kolleginnen immer wieder gefragt hatten, ob ich nicht etwas mit Schreiben machen könnte, begann ich darüber nachzudenken. Tatsächlich schrieb ich jeden Tag. Arbeitsaufträge, Prüfungen, Rückmeldungen und E-Mails gehörten zu meinem Alltag.
Aber wann hatte ich zuletzt für mich selbst geschrieben?
Einfach, weil ich etwas zu sagen hatte?
Diese Frage liess mich nicht mehr los.
Die Entdeckung des Bloggens
An einen Blog dachte ich dabei überhaupt nicht.
Erst meine Cousine brachte mich auf diese Idee. Sie veröffentlichte regelmässig Blogartikel, die ich mit grossem Interesse las. Ich mochte ihre Art zu schreiben. Die Texte waren persönlich, lebendig und gleichzeitig voller Wissen und Erfahrungen. Sie wirkten weder wie Fachartikel noch wie Tagebucheinträge. Sie erzählten Geschichten und regten zum Nachdenken an.
Irgendwann fragte ich sie, wie sie überhaupt zum Bloggen gekommen war.
Sie erzählte mir von The Content Society und von Judith Peters.
Natürlich wurde ich neugierig und begann auf ihrer Website zu stöbern. Schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass mich weniger das Bloggen faszinierte als die Haltung dahinter. Es ging nicht darum, perfekte Texte zu schreiben oder möglichst erfolgreich zu sein. Es ging darum, Erfahrungen zu teilen, andere zu ermutigen und Wissen nicht für sich zu behalten. Das fühlte sich erstaunlich vertraut an. Genau diese Haltung entsprach meinem Verständnis von Unterricht. Plötzlich bekam das Schreiben, von dem meine Kolleginnen immer wieder gesprochen hatten, eine Form. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, mein eigenes Schreiben könnte wieder einen Platz in meinem Leben bekommen.
Trotzdem meldete sich eine leise Stimme in mir.
Wer würde ausgerechnet meine Texte lesen wollen?
Als Lehrerin führte ich kein Unternehmen, verkaufte keine Onlinekurse und verstand mich schon gar nicht als Expertin, deren Erfahrungen für andere interessant sein könnten. Viele Jahre hatte ich unterrichtet, Weiterbildungen geleitet und Studierende begleitet. All das erschien mir selbstverständlich. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, darüber zu schreiben.
Vielleicht war das auch ein Stück Schweizer Mentalität. Lieber noch eine Weiterbildung besuchen. Lieber noch etwas dazulernen. Bloss nicht den Eindruck erwecken, man halte sich für besonders kompetent.
Als Judith Peters den nächsten BlogBang-Kurs ankündigte, meldete ich mich an.
Ich wollte einfach wieder schreiben.
Mehr hatte ich mir nicht vorgenommen.
Dass daraus einmal zwei Blogs entstehen würden – einer für Lehrpersonen und einer für Jugendliche –, hätte ich mir damals nicht einmal ansatzweise vorstellen können.
7. Schreiben verändert mich
Ich begann im April zu bloggen. Ich hatte gehofft, wieder regelmässiger zu schreiben und meine Gedanken zu ordnen.
Mit jedem Artikel wurde mir klarer, weshalb ich meinen Beruf so liebte. Schreiben half mir, Erfahrungen einzuordnen und Gedanken in Worte zu fassen, die lange nur ein Gefühl gewesen waren. Ich begann wieder mit Freude nach vorne zu schauen. Das Schreiben wurde zu einem festen Bestandteil meines Alltags. Anfangs hatte ich mir dafür bewusst Zeit genommen. Irgendwann merkte ich, dass mir etwas fehlte, wenn ich einige Tage nicht geschrieben hatte.
Das Schreiben gab mir etwas zurück, das ich in den schwierigen Monaten zuvor beinahe verloren hatte.
Mich selbst.
Und wie so oft in meinem Berufsleben blieb eine Erfahrung nicht lange nur meine eigene.
Immer wenn ich etwas entdecke, das meinen Unterricht bereichert oder Lernen auf eine neue Weise möglich macht, frage ich mich, was meine Schülerinnen und Schüler davon haben könnten. Oft entstehen daraus kleine Veränderungen im Unterricht. Manchmal wächst daraus jedoch etwas, das viel grösser wird.
Der Schreibenblog gehört eindeutig in diese zweite Kategorie.
8. Der Schreibenblog entsteht
Zwischen meinem ersten eigenen Blogartikel im April und dem Beginn des neuen Schuljahres lagen nur wenige Monate. Bereits im August war für mich klar: Wenn mir das Schreiben so gutgetan hatte, wollte ich diese Erfahrung auch meinen Schülerinnen und Schülern ermöglichen.
Ich wünschte mir einen Ort, an dem Jugendliche ihre Gedanken festhalten konnten. Fantasie sollte dort genauso willkommen sein wie persönliche Erlebnisse. Sie sollten ausprobieren und überarbeiten dürfen. Vor allem aber sollten sie erfahren, wie es sich anfühlt, mit den eigenen Worten andere Menschen zu erreichen.
Wie dieser Ort heissen sollte, wusste ich allerdings noch nicht.
Die schönste Idee kam von meinen Schülerinnen und Schülern. Gemeinsam suchten wir nach einem Namen. Am Ende war er so schlicht wie treffend.
Schreibenblog.
9. Texte, die gelesen werden
Ich wusste damals nicht, ob meine Idee funktionieren würde.
Natürlich hatten meine Schülerinnen und Schüler schon viele Texte geschrieben. Die meisten verschwanden nach der Korrektur in einer Mappe oder landeten irgendwann im Papierkorb. Ich fragte mich oft, wie Schreiben wohl aussehen würde, wenn Jugendliche für Menschen schreiben würden, die freiwillig lesen. Für Menschen, die sich Zeit nehmen, einen Text zu öffnen und darauf zu reagieren. Vielleicht lag genau darin der eigentliche Unterschied.
Der Schreibenblog sollte nie eine Sammlung besonders gelungener Schülertexte werden. Ich wollte einen Ort schaffen, an dem junge Menschen erleben, dass ihre Gedanken es wert sind, gelesen zu werden. Von Anfang an liess ich meinen Schülerinnen und Schülern deshalb viel Freiheit. Meine Schreibaufträge waren nie bis ins Detail vorgegeben. Ich verstand sie als Einladungen. Ein gemeinsamer Impuls, von dem aus jede und jeder in eine andere Richtung weiterdenken durfte.
Während alle denselben Auftrag bearbeiteten, entstanden völlig unterschiedliche Texte. Eine Schülerin schrieb eine nachdenkliche Geschichte über ihre Grossmutter. Ein anderer Schüler liess Piraten gegeneinander kämpfen. Wieder jemand anders setzte sich mit künstlicher Intelligenz auseinander. Genau diese Vielfalt faszinierte mich. Sie zeigte mir immer wieder, wie viel Jugendliche zu erzählen haben, wenn man ihnen den nötigen Freiraum gibt. Vielleicht war genau das der Grund, weshalb mir etwas anderes wichtiger wurde als fehlerlose Texte. Gute Texte entstehen selten beim ersten Versuch. Viele Entwürfe brauchten Zeit. Es wurde ergänzt, gekürzt, umformuliert und manchmal auch noch einmal ganz von vorne begonnen. Mit jeder Überarbeitung wurde klarer, was junge Menschen eigentlich sagen wollten.
Ich wollte keine perfekten Texte. Ich wollte echte Texte. Texte, in denen junge Menschen nach Worten suchen, Fragen stellen und den Mut haben, ihre Gedanken mit anderen zu teilen. Texte, die manchmal noch Ecken und Kanten haben und gerade deshalb berühren. Jede Schülerin und jeder Schüler sollte einen Text veröffentlichen können, hinter dem sie oder er wirklich stehen konnte.
Die ersten Leserinnen und Leser
Vor jeder Veröffentlichung fragte ich mich, ob überhaupt jemand die Texte lesen würde. Würden Eltern vorbeischauen? Würden ehemalige Schülerinnen und Schüler weiterlesen? Würde der Blog nach wenigen Wochen wieder einschlafen?
Nach und nach trafen die ersten Kommentare ein. Eltern schrieben. Grosseltern ebenfalls. Irgendwann meldeten sich sogar Leserinnen und Leser aus Deutschland und Österreich. Sie lobten nicht einfach. Sie stellten Fragen, erzählten von eigenen Erfahrungen oder schrieben, weshalb sie ein Text besonders berührt hatte.
Ich werde nie vergessen, wie stolz manche Jugendliche waren, als sie zum ersten Mal eine Rückmeldung von einem Menschen erhielten, den sie gar nicht kannten.
In diesem Moment veränderte sich etwas.
Der Schreibenblog war mehr als ein Unterrichtsprojekt geworden. Er wurde zu einer Gemeinschaft.
Der Blog wuchs langsam. Nicht explosionsartig, sondern fast unbemerkt. Mit jedem neuen Text, mit jedem Kommentar und mit jeder Klasse, die dazukam.
Ich erinnere mich nicht mehr daran, wann ich zum ersten Mal dachte, dass daraus etwas Grösseres entstehen könnte. Wahrscheinlich gab es diesen einen Moment gar nicht.
Der Schreibenblog entwickelte sich so, wie sich viele gute Dinge entwickeln: Langsam. Fast unbemerkt.
10. Was Schreiben verändern kann
Erst viele Jahre später wurde mir bewusst, dass sich mein Lebenstraum auf eine Weise erfüllt hatte, mit der ich als Jugendliche nie gerechnet hätte. Ich bin nicht Missionsärztin geworden. Trotzdem durfte ich mein ganzes Berufsleben lang Menschen begleiten, an sie glauben und sie ein Stück ihres Weges unterstützen. Der Ort war ein anderer geworden. Aus dem Spital war ein Schulzimmer geworden. Später kamen zwei Blogs dazu. Im Schreibenblog schrieben Jugendliche über das, was sie bewegte. Auf meinem eigenen Blog begann ich, meine Erfahrungen und Gedanken aufzuschreiben.
Besonders berührt hat mich von Anfang an, wie ernst meine Schülerinnen und Schüler ihre Texte nahmen. Natürlich schrieben sie nicht jeden Auftrag mit Begeisterung. Es gab Tage, an denen jemand lieber Mathematik gemacht hätte oder überzeugt war, überhaupt keine Idee zu haben. Das gehört zum Schreiben genauso dazu.
Sobald aus einer ersten Idee ein Text entstand und dieser plötzlich gelesen wurde, veränderte sich jedoch etwas. Viele begannen genauer zu formulieren. Sie überarbeiteten freiwillig und fragten nach, ob eine Überschrift neugierig mache oder eine Formulierung verständlich sei. Schreiben bekam einen Sinn, der weit über eine Note hinausging.
Noch etwas fiel mir im Laufe der Jahre auf. Jugendliche haben unglaublich viel zu sagen. Wir Erwachsenen behaupten manchmal das Gegenteil. Meine Erfahrung ist eine andere. Man muss ihnen zuhören. Und man muss ihnen Themen schenken, die Raum für ihre eigenen Sichtweisen lassen.

Wenn ich heute durch die vielen Texte blättere, staune ich immer wieder über ihre Vielfalt. Da begegnen mir lustige Geschichten, nachdenkliche Erinnerungen, Fantasywelten, politische Kommentare oder Zukunftsvisionen. Manche bringen mich zum Lachen. Andere beschäftigen mich noch lange oder haben mich zu Tränen gerührt.
Jeder einzelne Text erzählt auch etwas über den Menschen, der ihn geschrieben hat. Nie die ganze Geschichte. Aber immer ein kleines Stück.
Vielleicht liebe ich den Schreibenblog genau deshalb bis heute. Er zeigt junge Menschen in ihrer ganzen Vielfalt. Menschen, die denken, zweifeln, lachen, träumen, sich ärgern und ihren eigenen Blick auf die Welt entwickeln. Genau darin liegt für mich seine grösste Stärke.
11. Eine Gemeinschaft entsteht
Mit den Jahren kamen Menschen dazu, die den Schreibenblog auf eine Weise bereicherten, die ich mir am Anfang nie hätte vorstellen können.
Zuerst lasen Eltern mit. Dann Grosseltern. Ehemalige Schülerinnen und Schüler schauten wieder vorbei. Und irgendwann tauchten unter den Texten Namen auf, die niemand aus meiner Schule kannte.
Myriade aus Österreich. Christiane aus Deutschland.
Sie schenkten den Jugendlichen etwas, das im hektischen Schulalltag kostbar ist: Zeit. Sie lasen jeden einzelnen Text aufmerksam, gingen auf Gedanken ein, stellten Fragen und machten Mut. Für viele Jugendliche war es das erste Mal, dass eine unbekannte Person ihren Text so sorgfältig las und darauf reagierte.
Ich weiss nicht, ob ihnen bewusst ist, was sie damit ausgelöst haben. Ihre Rückmeldungen machten den Jugendlichen deutlich, dass ihre Texte auch Menschen berühren konnten, die sie gar nicht kannten.
Der Schreibenblog war längst weit mehr als ein Ort zum Schreiben. Er war eine Gemeinschaft.
Schreiben als Denkraum
Während der Schreibenblog wuchs und immer mehr Menschen dazukamen, veränderte sich auch mein eigener Blick auf das Schreiben. Je länger ich schrieb, desto deutlicher wurde mir, dass Schreiben weit mehr ist als eine Kompetenz, die wir im Deutschunterricht fördern. Warum ich das heute so klar sagen kann, habe ich im Artikel „Der Schreibenblog und die Kraft der Worte“ ausführlicher beschrieben. Schreiben hilft, Gedanken zu ordnen, Erlebtes zu verarbeiten und Zusammenhänge zu erkennen. Manchmal entdecken wir beim Schreiben Antworten auf Fragen, die wir uns vorher nie gestellt haben. Genau das ist auch mir passiert.
Als ich damals mit dem Bloggen begann, wollte ich einfach wieder schreiben. Ich ahnte nicht, dass ich dabei auch mich selbst wiederfinden würde. Mit jedem Artikel wurde mir klarer, wofür ich als Lehrerin stehen möchte. Ich begann, Unterricht bewusster zu reflektieren, Erfahrungen aufzuschreiben und meine Gedanken mit anderen zu teilen. Das Schreiben half mir, meiner eigenen Haltung eine Sprache zu geben. Vielleicht schreibe ich deshalb bis heute so gerne.
Schreiben bedeutet für mich Denken.
Viele meiner Artikel beginnen mit einer Frage. Oft kenne ich die Antwort selbst nicht. Erst während des Schreibens entsteht Klarheit. Vielleicht ermutige ich auch deshalb meine Schülerinnen und Schüler immer wieder zum Schreiben. Sie sollen erleben, wie aus einem ersten Gedanken langsam eine Erkenntnis wachsen kann.
12. Warum der Schreibenblog weiterlebt
Heute, fünf Jahre später, denke ich manchmal an unsere Anfänge zurück. Wir wollten einfach gemeinsam ein kleines Projekt ausprobieren.
Inzwischen haben viele der jungen Autorinnen und Autoren die Schule längst verlassen. Manche absolvieren eine Lehre, andere besuchen eine weiterführende Schule. Trotzdem schauen einige immer wieder vorbei. Sie lesen neue Texte, schreiben Kommentare oder fragen, ob sie selbst wieder etwas veröffentlichen dürfen.
Ich muss dann jedes Mal lächeln. Für mich gibt es kaum ein schöneres Kompliment.
Wie dieser Gedanke weiterführt
Der Schreibenblog ist aus der Überzeugung entstanden, dass Schreiben Gedanken ordnen, Menschen verbinden und neue Perspektiven eröffnen kann. Kreativität ist für mich dabei kein besonderes Talent, sondern etwas, das wachsen darf – im Unterricht ebenso wie im Alltag.
Weiter zum Artikel: Kreativität entdecken
Hinweis
Beim Schreiben dieses Artikels ist mir aufgefallen, dass er gleich zu zwei Blogparaden passt.
Er erzählt von einem beruflichen Konflikt, der mich an meine Grenzen brachte und gleichzeitig der Anfang von etwas Neuem wurde. Deshalb nehme ich damit an der Blogparade „Welcher Konflikt hat dich weitergebracht?“ von Christa Schäfer teil.
Gleichzeitig ist dieser Artikel auch die Geschichte, weshalb ich überhaupt mit dem Bloggen begonnen habe und wie aus dem Wunsch, wieder zu schreiben, schliesslich zwei Blogs entstanden sind. Deshalb passt er auch zur Blogparade „Warum und wann ich mit dem Bloggen begonnen habe“ von Birgit Lorz.
Manchmal wird einem erst beim Schreiben bewusst, wie eng verschiedene Geschichten miteinander verbunden sind. Für mich gehören diese beiden Fragen untrennbar zusammen. Ohne die Krise hätte ich wahrscheinlich nie mit dem Bloggen begonnen. Und ohne das Bloggen gäbe es den Schreibenblog heute nicht.
Hallo Gabriella,
was für ein berührender und kraftvoller Beitrag zu meiner Blogparade „Welcher Konflikt hat dich weitergebracht?“. Beim Lesen wurde für mich sehr deutlich, wie eng Konflikte, Schule und Entwicklung bei dir verbunden sind. Schule ist ja nie nur ein Ort des Lernens, sondern immer auch ein Ort von Beziehungen, Erwartungen, Verletzungen, Missverständnissen – und eben idealerweise auch von Neuanfängen.
Aus einem Konflikt kann ein neuer Raum entstehen – für einen neuen Beruf, für tiefe Begegnung, (d)eine Berufung, ein grünes Klassenzimmer und gemeinsames Wachsen. 🌿
Herzliche Grüße von Christa
Liebe Christa
Herzlichen Dank für deinen schönen Kommentar. Beim Schreiben dieses Artikels habe ich selbst gemerkt, wie eng diese Geschichten miteinander verbunden sind. Eigentlich wollte ich erzählen, wie der Schreibenblog entstanden ist. Erst während des Schreibens wurde mir bewusst, dass sein Anfang viel früher liegt.
Und ja – das grüne Schulzimmer gibt es tatsächlich bis heute. 🌿
Herzliche Grüsse
Gabriella
Liebe Gabriella ! Sehr interessant wie das erfolgreiche Projekt „Schreibenblog“ entstanden ist! Es freut mich auch sehr, Teil dieses Projekts zu sein, weil ich den Einblick in die Gedankenwelt der Jugendlichen durch ihre Texte spannend finde und mich gerne mit Kommentaren für den Einblick bedanke. Es ist auch schön zu sehen, dass auch jetzt, in den Ferien, Texte eingestellt werden.
mit herzlichen Sommergrüßen
😊 Ein kleines Geheimnis: Die Sommerpause ist auf dem Schreibenblog eigentlich gar keine Pause. Die Jugendlichen haben vor den Ferien so viele wunderbare Texte geschrieben, dass ich sie nach und nach veröffentliche. Ganz bewusst nur einen pro Tag. So bekommt jede Geschichte ihren eigenen Platz und gleichzeitig überbrücken wir die Zeit bis zum Schulstart im August. Irgendwann sind die bereits vorbereiteten Beiträge allerdings aufgebraucht. Dann heisst es auch auf dem Schreibenblog: Ferien bis zum ersten Schreibimpuls im neuen Schuljahr. 😊